Regionalliga

Regionalliga, Aufstiegsspiele: Wo spielt der KFC Uerdingen gegen Waldhof Mannheim?

West: Viktoria will wieder angreifen - F95 bangt noch

Wo spielt der KFC gegen Waldhof?

Garanten für den Aufstieg in die 3. Liga? KFC-Torjäger Lucas Musculus und Maxi Beister (re.).

Garanten für den Aufstieg in die 3. Liga? KFC-Torjäger Lucas Musculus und Maxi Beister (re.). imago

Die zweite Meisterschaft in Folge ist in trockenen Tüchern. Der KFC Uerdingen hat sich nach dem Oberliga-Titel auch in der Regionalliga West durchgesetzt und die Kölner Viktoria entthront. "Der KFC ist wieder da", schallte es beim 5:0-Kantersieg in Wiedenbrück aus dem Fanblock, nach dem Abpfiff kam es zum freudetrunkenen Platzsturm.

Dem zehnten Sieg in Folge unter Trainer und Wiesinger-Nachfolger Stefan Krämer soll nun die Krönung gegen den SV Waldhof folgen. Maximilian Beister, Schütze des frühen 1:0, sagte: "Es ist ein schönes Gefühl. Chapeau an alle. Egal, in welcher Liga: Zehn Siege am Stück sind kein Selbstläufer. Wir haben aber noch nichts erreicht."

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"Wir werden den Titel feiern, lassen uns das nicht nehmen, trotz der doofen Relegation", fügte Torwart René Vollath hinzu. "Eine Meisterschaft ist immer überragend." Hauptinvestor und KFC-Boss Mikhail Ponomarev ("Wir sind Meister, aber das Ziel ist die 3. Liga") muss sich weiter um eine Spielstätte für das Heimspiel gegen Mannheim am 24. Mai kümmern.

Denn die heimische Grotenburg als Spielstätte fällt weg. Hier ist der KFC seit 39 Ligaspielen unbesiegt, doch das in die Jahre gekommene Stadion erfüllt diverse Anforderungen des DFB nicht. Die Stadt Krefeld, für die Grotenburg zuständig, schrieb am Freitag auf kicker-Nachfrage: "In der Hauptsache fehlen die Sicherheitsvorrichtungen und -regelungen für Spiele mit einer deutlich erhöhten Zuschauerresonanz und einem erhöhten Gefährdungsrisiko. Diese Mängel lassen sich nach einhelliger Auffassung aller Verantwortlichen auch durch andere Maßnahmen, wie zum Beispiel durch erhöhte Anzahl von Ordnern, nicht abstellen." Eine Bescheinigung für den DFB über die Verkehrssicherheit könne also nicht ausgestellt werden.

Am Dienstag soll der Spielort bekannt sein

Die Suche nach einem Stadion für die Aufstiegsrunde läuft schon seit Wochen. So fragte der KFC auch beim benachbarten Zweitligisten MSV Duisburg an. Um die Grotenburg drittligatauglich zu machen, hat die Stadt bereits eine Sanierung und Modernisierung in Höhe von etwa 8,7 Millionen Euro beschlossen. Während des Umbaus müssten die Fußballer ihre Heimspiele dann allerdings in einem Ausweichstadion in der Fremde austragen. Am Montag möchte der KFC eine Entscheidung fällen, wohin ausgewichen wird, und am Dienstag den DFB benachrichtigen.

Viktoria erneut gescheitert

Viktoria Köln

Lange Gesichter in Köln: Vizemeister Viktoria. imago

Während in Uerdingen gefeiert wurde, scheiterte Viktoria Köln am Sonntag im Fernduell mit dem KFC. Der Viktoria gelang zum Saisonabschluss nur ein munteres 4:4-Remis im rechtsrheinischen Sportpark Höhenberg gegen Gladbach II - am Ende ein Spiel ohne Wert. Trainer Olaf Janßen nahm die verpasste Titelverteidigung ohne größere Emotionen zur Kenntnis und sagte: "Ich muss Uerdingen meinen Glückwunsch aussprechen. Aber wir werden unseren eingeschlagenen Weg in der neuen Saison fortführen und wieder angreifen." Der Verein wird also einen weiteren Angriff in Richtung 3. Liga starten - es ist bereits der siebte in den vergangenen Jahren. Die Chance vergrößert sich womöglich, weil der Meister der Regionalliga West in der neuen Saison direkt aufsteigt.

Düsseldorfs Schicksal hängt von Uerdingen ab

Auf dem viertletzten Platz der West-Staffel landete nach einem 1:1 gegen Rot-Weiss Essen die U 23 von Zweitliga-Meister Fortuna Düsseldorf. Noch ist nicht alles verloren für die Mannschaft von Interims-Trainer Jens Langeneke. Es bedarf jedoch der Schützenhilfe vom Staffel-Meister Uerdingen. Setzt sich der KFC gegen Mannheim durch, würde die Fortuna den frei gewordenen Startplatz in der Regionalliga West übernehmen. "Fakt ist, dass wir heute sportlich abgestiegen sind", sagte Langeneke. "Natürlich drücken wir jetzt alle dem KFC die Daumen." Besonders bitter: Letztlich fehlte den Rot-Weißen, die mit Michael Rensing im Tor antraten, nur ein Tor zum Klassenerhalt. Jetzt heißt es hoffen und bangen.

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