Bundesliga

Sündhaft teurer Yevhen Konoplyanka ohne Schalke-Zukunft

Schalke: Tückischer Vertragsdeal mit dem FC Sevilla

Sündhaft teurer Konoplyanka ohne S04-Zukunft

Auf Schalke nicht wirklich angekommen: Yevhen Konoplyanka.

Auf Schalke nicht wirklich angekommen: Yevhen Konoplyanka. Getty Images

Mal angenommen, Yevhen Konoplyanka hätte auf Schalke in der vergangenen Saison weitgehend die Erwartungen erfüllt - was sich die Verantwortlichen der Königsblauen gewiss erhofft hatten. Dann hätte Sportvorstand Christian Heidel irgendwann im Verlauf der Rückrunde erklärt, man werde den Ukrainer fest verpflichten, und es hätte seitens der Öffentlichkeit keinen Grund gegeben, diese Entscheidung näher zu hinterfragen.

Leider nur konnte Konoplyanka bisher keine Werbung für sich machen - Schalke 04 zahlt nun aber trotzdem die horrende Ablösesumme von 12,5 Millionen Euro. Und man fragt sich reflexartig: Sind die noch ganz bei Trost?

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04.05.1904

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Blau-Weiß

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Der Markt gibt das her.

Sportvorstand Christian Heidel zeigt sich mit Blick auf einen Verkauf Konoplyankas zuversichtlich

Dahinter steckt ein seltsam anmutender Vertragsdeal mit dem FC Sevilla, bei dem die Schalker genau wussten, auf was sie sich einlassen. Die einjährige Ausleihe war in Wahrheit ein getarnter Kauf (Vertrag bis 2020), nach kicker-Informationen sollen steuerliche Gründe ursächlich sein.

Fakt ist, dass sich die Schalker einen Spieler langfristig ans Bein gebunden haben, von dem Trainer Markus Weinzierl inzwischen nicht mehr glaubt, dass dieser die Probleme im Spiel der Königsblauen lösen kann. Was dem Deal die Krone aufsetzt: Kaum ein Einkauf in der Klubhistorie war teurer. Nur Breel Embolo (22,5 Millionen Euro), Nabil Bentaleb (19), Klaas Jan Huntelaar (14) und José Manuel Jurado (13) liegen in der Tabelle der S04-Ablösesummen noch vor Konoplyanka.

Heidel ist zuversichtlich

Und nun? Schalke hat nach der gerade zu Ende gegangenen Saison voller Enttäuschungen mehreren Profis offen gesagt, dass es für sie in der neuen Saison eng werden könnte mit Einsätzen. Franco di Santo zählt dazu - und Konoplyanka. Um finanziell einigermaßen gut aus der kniffligen Situation herauszukommen, hegen die Gelsenkirchener die Hoffnung, den 27-Jährigen in dieser Sommerpause weitertransferieren zu können - für eine zweistellige Millionensumme. Zumindest Heidel zeigt sich zuversichtlich: "Der Markt gibt das her."

Toni Lieto