Bundesliga

Schalkes Schiri-Ärger: "Glückssträhne haben wir nicht"

S04-Sportvorstand Heidel hadert mit Referee Aytekin

Schalkes Schiri-Ärger: "Glückssträhne haben wir nicht"

"Was soll das sein?": S04-Sportvorstand Christian Heidel suchte nach Spielschluss das Gespräch mit Deniz Aytekin.

"Was soll das sein?": S04-Sportvorstand Christian Heidel suchte nach Spielschluss das Gespräch mit Deniz Aytekin. imago

Nach zuvor zwölf Pflichtspielen ohne Niederlage ist der FC Schalke ein wenig aus der Spur geraten. Dem 1:2 in Leipzig und 0:2 in Salzburg folgte ein bitteres wie vermeidbares 0:1 gegen Leverkusen . Drei Niederlagen in Folge erinnern an den denkbar schlechten Saisonstart. Sportvorstand Christian Heidel haderte: "Es ist insgesamt natürlich sehr, sehr unglücklich." Die "völlig neu zusammengestellte Abwehr" um Thilo Kehrer (20), Johannes Geis (23, nach der Roten Karte für Naldo in der 4. Minute) und Sead Kolasinac (23) habe einen hervorragenden Job gemacht. "Wir waren immer gefährlich nach vorne, haben kaum eine Chance zugelassen", lobte Heidel den Gesamtauftritt.

"Das war der entscheidende Fehler"

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Gerade deswegen tat es dem 53-Jährigen in der Seele weh, wie den Knappen der hochverdiente Punkt aus den Händen gerissen wurde. "Das muss ich sagen, das tut mir ein bisschen leid für die Mannschaft jetzt", so Heidel. Für ihn habe "insbesondere in der ersten Halbzeit der letzte Pass gefehlt". Und beim Gegentor in der 89. Minute? "Da waren wir schlecht organisiert, jeder kennt die Kopfballstärke von Kießling. Das war der entscheidende Fehler", sagte Heidel im Nachgang.

Dann aber bohrte der ehemalige Mainzer Manager auf einer anderen Baustelle. Nach dem Ärger um Timo Werner habe erneut eine Schiedsrichter-Entscheidung Schalkes Schicksal besiegelt. "Eine Glückssträhne haben wir zur Zeit sicherlich nicht", erklärte Heidel süffisant am Sky-Mikrofon. Speziell Youngster Kehrer ("Er hat das überragend gut geregelt") sei seiner Meinung nach ungerecht behandelt worden.

Weinzierl pflichtet bei: "Das ist ärgerlich"

Der Freistoß, der dann zum 0:1 führte, war durch eine resolute Grätsche (mit anschließender Gelber Karte) von Kehrer gegen Hakan Calhanoglu entstanden. Für Heidel war es ein faires Tackling, was er auch direkt nach Spielschluss Referee Aytekin noch auf dem Platz mitteilte. Nach Ansicht der Fernsehbilder rückte Heidel nicht von seiner Meinung ab: "Was soll das sein? Das ist astrein den Ball gespielt. Da diskutiere ich eben noch mit dem Schiedsrichter, der mir sagt, er hätte auch den Spieler berührt." Auf der Pressekonferenz pflichtete ihm Coach Markus Weinzierl bei. "Die Standardsituation in der 89. Minute war nicht gut verteidigt, dazu war es kein Foul von Thilo Kehrer. Das ist ärgerlich", so der 41-Jährige. Nun haben die Königsblauen sechs Tage Zeit, um den Ärger aus den Kleidern zu schütteln und im Heimspiel gegen Freiburg dann den Negativtrend zu stoppen.

msc

Bilder zur Partie FC Schalke 04 - Bayer 04 Leverkusen