Bundesliga

Dutt gibt zu: Nur noch Leihgeschäft möglich

Stuttgarts schwierige Suche nach einem Innenverteidiger

Dutt gibt zu: Nur noch Leihgeschäft möglich

Muss eine schwierige Suche nach einem Innenverteidiger meistern: Stuttgarts Sportvorstand Robin Dutt.

Muss eine schwierige Suche nach einem Innenverteidiger meistern: Stuttgarts Sportvorstand Robin Dutt. imago

Der Sportvorstand ist erst einmal froh, "dass wir mit Großkreutz und Kravets Alternativen für Harnik und Ginczek verpflichtet haben", die ihrerseits zum Rückrundenstart nicht einsatzbereit sein werden. Bei der Suche nach einem Innenverteidiger kommen die Schwaben aber nicht weiter. Kein Problem, das nur der VfB hat. "Die Suche gestaltet sich für die komplette Branche schwierig", erklärt Dutt, der auch mal die Qualitätskriterien für diese Sorte Spieler aufzählt: "Der Anspruch ist sehr groß geworden: Ein Innenverteidiger muss verteidigen können, er muss den Spielaufbau beherrschen, in unserem Fall idealerweise auch ein Linksfüßer sein, auch wenn das nicht zwingend ist, und er soll kopfballstark sein."

Womit es nicht getan ist. "Schnelligkeit wäre gut und wenn er Persönlichkeit hat und dirigieren kann, wäre es auch gut." Dabei hat er die Frage nach den Kosten nicht mal angefasst. "Dazu komme ich erst zum Schluss", sagt der Sportchef, der damit ausdrücken will, wie nah an aussichtslos sich die Aktivitäten der Schwaben im Moment bewegen.

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Vor allem weil dem Deutschen Meister von 2007 finanziell die Hände gebunden sind. "Wir sind mit unseren zwei Transfers mehr als in Risiko gegangen, das werden wir irgendwann wieder reinholen müssen. Und wir würden für einen Innenverteidiger noch weiter ins Risiko gehen." Dennoch gibt Dutt offen zu: "Realistisch ist nur ein Ausleihgeschäft. Ein Spieler, der normalerweise zehn Millionen kostet, ist ja nicht weniger wert, wenn er ausgeliehen ist. Aber wir können niemand zwingen, solche Spieler an uns auszuleihen."

Ein Spieler, der normalerweise zehn Millionen kostet, ist ja nicht weniger wert, wenn er ausgeliehen ist.

Robin Dutt

Es gebe durchaus interessante Kandidaten, doch keiner davon ist unter zehn Millionen Euro zu bekommen, wie zum Beispiel Martin Hinteregger von RB Salzburg, an dem die Schwaben dran sind. "Wir können die Klubs nicht zwingen, solche Spieler an uns auszuleihen."

Also heißt es abwarten und schon mal die eigenen Alternativen genauer ins Auge fassen. "Wir haben auch gute eigene Talente", erklärt Dutt und meint damit Timo Baumgartl, der im Endspurt der Vorrunde seinen Stammplatz an Georg Niedermeier verloren hat, der wiederum mit Toni Sunjic gut funktionierte. Es gilt, "potenzielle Kandidaten an den drei zu messen. Es macht keinen Sinn, uns nur in der Breite zu verstärken". Das klingt nicht danach, als würde es mit einem neuen Mann klappen.

George Moissidis