Bundesliga

Dickes B für den VfB Stuttgart

Stuttgart hofft auf drei Heimspiele in Serie

Dickes B für den VfB

Wird in Stuttgart (noch) nicht im Regen stehen gelassen: Trainer Pellegrino Matarazzo.

Wird in Stuttgart (noch) nicht im Regen stehen gelassen: Trainer Pellegrino Matarazzo. Getty Images

Nur die weiter zurückreichenden Statistiken rund um den Traditionsverein sind noch ernüchternder als das 2:3 vom Wochenende in Niedersachsen. Seit 14 Auswärtsspielen sind die Schwaben in der Bundesliga saisonübergreifend ohne Sieg. In dieser Spielzeit gelang noch kein Dreier und überhaupt durfte die Mannschaft von Pellegrino Matarazzo im Jahr 2022 nur dreimal einen Erfolg bejubeln. Stuttgart steckt im Tabellenkeller fest und muss von Glück reden, das sich die Konkurrenz auf den Plätzen davor auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

In den jetzt anstehenden Aufgaben sieht Cheftrainer Matarazzo "die Chance, das Ganze in eine andere Richtung zu drehen". Das Zeug dazu habe die Mannschaft zweifelsohne in sich. "Wir haben in der Vergangenheit gezeigt, dass wir in der Lage sind aufzustehen. Das haben wir in der vergangenen Saison bewiesen, das haben wir in dieser bewiesen." Womit das überzeugende 2:2 beim FC Bayern nach dem schwachen 1:1 gegen Schalke gemeint ist. "Das gehört zu unserer DNA. Wir werden sicher auch diesmal wieder aufstehen."

Die Vielfalt der Fehler ist enorm

Allerdings kann der Fußballlehrer die Restzweifel an der Lernfähigkeit seiner Schüler nicht ganz abstreifen. Woche für Woche kommen die Spieler mit unterschiedlichsten Fehlern ums Eck. Sei es eine mangelhafte Chancenverwertung, ein frühes Gegentor, eine schwache Standardverteidigung, Leichtsinn, mangelnde Intensität, Konzentration, Zielstrebigkeit - oder wie diesmal ein schneller Ausgleich nach eigener Führung, ein unsicherer Keeper oder der K.-o. durch ein Gegentor in der Nachspielzeit. Haufenweise Fehlerquellen. Schließt man eine, sprudelt es aus einer anderen heraus.

Nachdem Sven Mislintat seinem Chefausbilder weiterhin das Vertrauen ausgesprochen hat, baut der Sportdirektor gegen die nun folgenden drei Bs auf positive Zeichen seiner Spieler. "Es gab auch diesmal Ansatzpunkte, wo Strukturen passten, an denen man ansetzen und auf die man aufbauen kann", sagt der 49-Jährige, dem eine Statistik Mut macht. "Gegen Union haben wir zu Hause noch nie verloren. Das ist ein Gegner, der knallhart zu spielen ist, den wir aber auch schlagen können."

George Moissidis

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