Bundesliga

Streich: "Da bricht eine neue Zeitrechnung für den Verein an"

Terrazzino ausgeliehen - zwei Rückkehrer dabei

Streich: "Da bricht eine neue Zeitrechnung für den Verein an"

Christian Streich

Steil nach oben? Christian Streich und der SC Freiburg sind ins neue Jahr gestartet. imago images

Rund eine halbe Stunde ließ der Sport-Club die rund 300 Fans warten, dann kam die Mannschaft zum ersten Training des neuen Jahres auf den Platz. "Als ich hier her kam, war das auch im Januar und da konnte man die Zuschauer gefühlt an einer Hand abzählen und jetzt ist die Hölle los hier", freute sich Nils Petersen, der im Januar 2015 als Neuzugang von Werder Bremen kam. "Es ist schön zu sehen, wie groß das Interesse ist."

Die Fans bekamen diesmal keine Neuzugänge zu sehen, was sich voraussichtlich in der Winterpause auch nicht ändern wird, dafür aber Rückkehrer. Zu ihnen zählte neben Torwart Alexander Schwolow, der nach einem Trainingseinstieg im Dezember einen kleinen Rückschlag erlitten hatte, auch wieder Luca Waldschmidt, der nach seiner Gesichtsfraktur und den Verletzungen an Knie und Sprunggelenk aus dem Länderspiel gegen Weißrussland wieder im Mannschaftstraining war. "Luca ist gesund und hat voll trainieren können", sagte Christian Streich nach der einstündigen Einheit. Insgesamt sehe es zum Jahresstart ganz gut aus in Bezug auf das Personal, fügte der SC-Trainer hinzu.

Außer Rekonvaleszent Lukas Kübler (Knieverletzung) fehlten Philipp Lienhart (nach Schulter-OP), Robin Koch (Weisheitszähne gezogen) und Yoric Ravet (Muskelfaserriss). Sie sollen spätestens am Montag wieder dabei sein, wenn der Sport-Club ins Trainingslager nach Sotogrande (Spanien) fliegt, wo auch zwei Testspiele gegen Borussia Mönchengladbach geplant sind. Ergänzt wurde die Trainingsgruppe durch die beiden Offensivkräfte Carlo Boukhalfa und Marvin Pieringer aus der U 23. Schon nicht mehr mit dabei war Marco Terrazzino, der bei Dynamo Dresden unterschrieb und bis Saisonende an den Zweitligisten ausgeliehen wird.

Streich stapelt tief: "Als Erstligist ins neue Stadion"

"Wir haben schon in zwei Wochen das erste Spiel, deshalb hoffen wir auf ein paar gute Tage in Spanien", sagte Streich, der sich im neuen Jahr wünscht, "so schnell wie möglich wieder Punkte zu sammeln, damit wir in Bereiche kommen, wo man es ein bisschen ruhiger hat". Seine Spieler schlossen sich dem an. "Natürlich ist unser Ziel zu bestätigen, dass unsere gute Vorrunde keine Eintagsfliege war", erklärte Nicolas Höfler. "Wir sind als Mannschaft gereift, haben uns punktuell gut verstärkt und haben an Zweikampfstärke richtig zugelegt, das ist schon mal ein guter Baustein - und dann hatten wir im richtigen Moment Glück, haben Spiele gewonnen, die auch anders hätten ausgehen können."

Mit sich selbst war Höfler ebenfalls zufrieden, weil er "einen kleinen Schritt nach vorne" gemacht habe. Die Rückrunde fängt für den 29-Jährigen allerdings erst etwas später an als für seine Kollegen, da er für das erste Spiel in Mainz gesperrt ist. "Ich hatte die vierte gelbe Karte relativ früh und mein Ziel war es, dass dieses Szenario möglichst nicht eintritt", so Höfler, "jetzt habe ich eine Woche mehr, um mich vorzubereiten."

Nach 26 Punkten und Platz acht zum Abschluss der Hinrunde gibt es bei den Freiburgern weiterhin nur das Ziel, den Klassenerhalt möglichst schnell perfekt zu machen. "Wichtig ist, dass wir als Erstligist ins neue Stadion gehen", sagte Streich, "da bricht eine neue Zeitrechnung an für den Verein." Die kommende Rückrunde soll die letzte im Stadion an der Schwarzwaldstraße sein. Wenn der Zeitplan auf der Baustelle eingehalten wird, zieht der Sport-Club zur neuen Saison in den Westen der Stadt um.

Daniela Frahm

Die 18 Gewinner der Hinrunde