Dynamo mit Pfiffen in die Länderspielpause verabschiedet

Keine Trainerdiskussion in Dresden

Cristian Fiel

Wenig Durchschlagskraft, viele Pfiffe: Dynamo Dresden und Trainer Cristian Fiel stehen vor intensiven Wochen. imago images

Der Großteil der 28.359 Zuschauer im Rudolf-Harbig-Stadion war mit Dresdens Auftritt nicht zufrieden und schickte die Mannschaft mit einem Pfeifkonzert in die Länderspielpause. "Erstmal muss man sagen, dass die emotionale Bewertung bei Dynamo immer extrem ausfällt", meint Minge im kicker. "So ist unser Verein eben. Die Ausschläge im Erfolg sind auch nicht immer verhältnismäßig."

Zuletzt aber präsentierte sich die SGD wenig erfolgreich: Auf das 1:4 im Derby in Aue folgte ein 0:2 gegen Hannover. "Fußball ist ein Ergebnissport, und die Ergebnisse bringen wir momentan nicht. Dem müssen wir uns stellen", zeigte sich Verteidiger Jannik Müller verständnisvoll. Mit neun Punkten aus neun Spielen (2/3/4, 12:18 Tore) steht Dresden auf Rang 14 - mit nur einem Punkt Vorsprung zu den Abstiegsrängen. "Wir brauchen uns nichts vormachen: Tabellarisch gesehen ist das keine einfache Situation", sagt Minge. Auch Mittelfeldmann Jannis Nikolaou weiß: "Zu diesem Zeitpunkt ist noch keiner abgestiegen, aber wir müssen ins Punkten kommen."

Dynamo Dresden - Die letzten Spiele
Union (A)
0
:
0
Hannover (H)
0
:
2
2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Hamburger SV
20
2
VfB Stuttgart
20
3
Arminia Bielefeld
18
Dynamo Dresden - Termine
Trainersteckbrief Fiel

Fiel Cristian

Dynamo Dresden - Vereinsdaten

Gründungsdatum

12.04.1953

Vereinsfarben

Schwarz-Gelb

Achillesferse Effektivität

Als Achillesferse haben die Verantwortlichen die fehlende Durchschlagskraft ausgemacht. "Ganz klar die Effektivität. Das ist unser großes Problem", betont Minge. "Ich kann mich an kein Spiel erinnern, bei dem wir vorgeführt wurden." Im Abschluss fehlt den Sachsen sowohl Ruhe und Präzision. Zudem schmerzte der Ausfall von Stürmer Alexander Jeremejeff. Auch Dynamo-Trainer Cristian Fiel wollte seiner Mannschaft "keinen großen Vorwurf machen", denn "sie haben ihre bestes gegeben. Was uns gefehlt hat, war im letzten Drittel gefährlich zu werden".

Keine Trainerdiskussion

Eine aufkeimende Trainer-Diskussion wiegelte der Sportdirektor ab: "Wir reflektieren alles kritisch, das ist doch klar. Aber wenn Sie den Trainer meinen: Die Frage konnten wir uns gestern ersparen, wir können sie uns heute ersparen - und auch morgen." Am Donnerstag (14 Uhr) testet die SGD gegen den Bundesligisten Union Berlin, danach soll in der Liga die Wende bei der SpVgg Greuther Fürth (18. Oktober, 18.30 Uhr) gelingen. "Die Antennen werden bei uns extrem draußen sein. Und das sollten wir nutzen, um intensiv zu arbeiten", so Minge.

cru/hunz