Bundesliga

Michael Zorc: "Wollen mit Bosz den Turnaround schaffen" - BVB-Sportdirektor spricht Coach das Vertrauen aus

BVB-Sportdirektor spricht Coach das Vertrauen aus

Zorc: "Wollen mit Bosz den Turnaround schaffen"

Musste in Leverkusen schon früh umstellen: BVB-Trainer Peter Bosz.

Musste in Leverkusen schon früh umstellen: BVB-Trainer Peter Bosz. Getty Images

"Das 1:1 fühlt sich anders an als das 4:4 letzte Woche - zufrieden bin ich trotzdem nicht. Aber die Mannschaft hat Mentalität gezeigt", konstatierte Trainer Peter Bosz nach der Partie. Vor allem die Anfangsphase gefiel dem Niederländer nicht, in der seine Elf "nicht richtig Fußball gespielt" habe. Allerdings wurden Boszs Pläne für die Partie bereits in den ersten Minuten in der BayArena durcheinandergewirbelt, als sich Maximilian Philipp eine wohl schwere Knieverletzung zuzog . Nach der frühen Auswechselung - André Schürrle kam bereits in der achten Minuten in die Partie - fand Leverkusen besser ins Spiel und hätte höher als mit 1:0 führen können.

Doch immerhin fand die Borussia nach der Roten Karte gegen Wendell, der Gonzalo Castro mit einem Tritt auf das Sprunggelenk nach einer ersten Einschätzung von Zorc wohl einen Bänderriss zufügte, besser in die Partie. "Ich möchte dieses Spiel nicht in eine Kategorie einordnen. Ziel im zweiten Durchgang war es, den Gegner in Unterzahl direkt unter Druck zu setzen. Das hat über weite Strecken gut geklappt", erklärte Bosz, warum die Partie aufgrund der Ereignisse in der ersten Hälfte kaum als Lackmustest für einen positiven oder negativen sportlichen Trend beim BVB taugt.

Zorc: Team in "ordentlichem Fitnesszustand"

Ungeachtet dessen hätte ein Sieg in Leverkusen der angespannten Lage nach dem 4:4 im Derby gegen Schalke nach 4:0-Führung in der Vorwoche mehr Entspannung verschafft. "Jeder Punkt hilft, aber wir hätten natürlich gerne gewonnen. Gerade weil wir in der zweiten Halbzeit in Überzahl gespielt haben. Von der Mentalität und vom Charakter war das in Ordnung. Insgesamt müssen wir mit dem Punkt leben", meinte Michael Zorc, der sich bei Sky auch über den vermeintlich schlechten Fitnesszustand des Teams äußerte: "Wir haben natürlich Fehleranalyse betrieben und versucht zu analysieren, in welchem Zustand wir sind. Man hat heute gesehen, dass die Mannschaft in einem ordentlichen Fitnesszustand ist und das nicht der Grund ist, warum wir in den letzten Wochen gerade in der zweiten Halbzeit nicht so gut gespielt haben."

Spielbericht

Der Sportdirektor dementierte zudem zuletzt aufgekommene Gerüchte um Kontakt zwischen dem BVB mit etwaigen Nachfolgekandidaten von Bosz wie Julian Nagelsmann oder Armin Veh . Vielmehr habe es gar keine Gespräche mit anderen Trainern gegeben. Stattdessen sprach Zorc sogar dem derzeitigen BVB-Coach klar das Vertrauen aus: "Wir wollen mit Peter Bosz den Turnaround schaffen. Das ist unsere dringlichste Aufgabe."

jom

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