Bundesliga

Nach Toprak-Abgang: Werder-Kapitänsfrage bleibt offen

Zwei Bremer sollen verliehen werden

Toprak-Nachfolger: Werder-Kapitänsfrage bleibt erst mal offen

Wer wird nach Ömer Topraks Weggang die Werder-Binde tragen?

Wer wird nach Ömer Topraks Weggang die Werder-Binde tragen? IMAGO/Kirchner-Media

Die Frage ist nicht neu, weil sie sich in der abgelaufenen Saison immer wieder mal stellte: Wer trägt die Binde beim SV Werder Bremen? Aufgrund von wiederkehrenden Verletzungsproblemen konnte Kapitän Ömer Toprak nur 21 Spiele in der 2. Liga absolvieren, erster Vertreter war dann Leonardo Bittencourt, der jedoch ebenfalls auf nur 22 Einsätze kam. Auch die weiteren Mitglieder des Bremer Mannschaftsrats führten die Startelf vereinzelt aufs Feld: mal Christian Groß, mal Niclas Füllkrug, mal Milos Veljkovic.

Vor der neuen Saison stellt sich die Kapitänsfrage bei Werder also erneut. Toprak wird nicht mehr für den Bundesliga-Aufsteiger auflaufen, nachdem er ein stark leistungsbezogenes Angebot der Verlängerung seines auslaufenden Vertrages nicht angenommen hat. Ob somit nun zwangsläufig einer seiner bisherigen Vertreter für das Amt in Frage kommt, steht indes noch nicht fest. "Das sind Fragen, die wir dann beantworten, wenn wir unsere Mannschaft zusammen haben", sagt Clemens Fritz: "Es ist viel zu früh, sowohl über das Kapitänsamt als auch über den Mannschaftsrat zu sprechen."

Bestimmt Werner den Kapitän?

Der Leiter Profifußball bei Werder verweist in diesem Zusammenhang nämlich darauf, dass "schon noch ein bisschen was bei uns passieren wird" - und dass sich Trainer Ole Werner "seine Gedanken dazu machen wird, wie wir uns da aufstellen". Dessen Vorgänger Markus Anfang hatte seine Mannschaft vor der abgelaufenen Saison über den Kapitän abstimmen lassen. Ob auch Werner zu dieser Methode tendiert oder er den Toprak-Nachfolger selbst bestimmen wird, darüber wurde sich intern bislang noch nicht ausgetauscht.

Veljkovic kann sich Verbleib vorstellen

Auf Topraks Position in der Innenverteidigung ist nun nach wie vor eine Planstelle vakant, für die entweder Milos Veljkovic, dessen Vertrag ebenfalls ausläuft, oder ein weiterer Neuzugang infrage kommt. Der serbische Nationalspieler, der im Länderspiel gegen Norwegen am vergangenen Donnerstag wegen Oberschenkelproblemen laut Fritz als Vorsichtsmaßnahme ausgewechselt wurde, kann sich einen Verbleib in Bremen vorstellen - doch eine Einigung steht noch aus und Werder behält den Markt im Blick.

Schönfelder und Park sollen verliehen werden

Klar erscheint hingegen, dass Werder für die neue Saison zwei Spieler für eine Leihe freigeben würde: Bei Oscar Schönfelder (21), der zu zehn Einwechslungen in der 2. Liga kam, und dem bei den Profis nicht eingesetzten Kyu-Hyun Park (21) läuft es jeweils auf ein solches Szenario hinaus. Beim 19-jährigen Abdenego Nankishi, der nach sechs Einsätzen bis zum 9. Spieltag danach keine Rolle mehr spielte, gibt es aktuell hingegen noch keine Tendenz.

Tim Lüddecke

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