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Liga bestätigt Quartett um Keller und Co.

Gegenstimme aus Bremen als Replik aus 2023

Liga bestätigt Quartett um Keller und Co.

Wie Oke Göttlich, Steffen Schneekloth und Ralf Huschen im Amt bestätigt: Kölns Christian Keller.

Wie Oke Göttlich, Steffen Schneekloth und Ralf Huschen im Amt bestätigt: Kölns Christian Keller. picture alliance / BEAUTIFUL SPORTS

Denn als Dr. Christian Keller, Sportgeschäftsführer des 1.FC Köln, im März 2023 als Nachfolger des bei Hertha BSC entlassenen Fredi Bobic in den Liga-Aufsichtsrat gewählt wurde, gab es im Vorfeld eine Kampfkandidatur. Damals hatte sich auch Werder Bremens Geschäftsführer Klaus Filbry um das Amt in dem Kontrollgremium bemüht.

Werder soll gegen Keller gestimmt haben

Keller gewann denkbar knapp mit 18:16 Stimmen. Die Wahl galt damals als Fingerzeig im später zweifach gescheiterten Investoren-Deal, den Keller kritisch gesehen hatte, während Filbry als Befürworter wahrgenommen wurde. Nun gab es offenbar die Replik von damals: Werder soll kicker-Informationen zufolge mit Nein votiert haben, zudem soll es fünf Enthaltungen gegeben haben.

Eindeutiger dagegen fielen die Wiederwahlen von Oke Göttlich (FC St. Pauli), Steffen Schneekloth (Holstein Kiel) und Ralf Huschen (Hertha BSC) aus. Wie Keller wurde auch dieses Trio bestätigt. Göttlich und Schneekloth im Liga-Präsidium, Huschen im Aufsichtsrat.

Merkel informiert über aktuelle Lage im DAZN-Streit

Nötig geworden waren die Neuabstimmungen aufgrund der Aufstiege St. Paulis und Kiels respektive wegen des Kölner Abstiegs sowie Huschens Wechsel als Finanzchef vom SC Paderborn zu Hertha BSC im Frühjahr diesen Jahres. Formal ist damit die 2. Liga im Präsidium unterrepräsentiert mit lediglich noch Greuther Fürths Geschäftsführer Holger Schwiewagner, wobei Göttlich und Schneekloth von gewachsenen Zweitligisten kommen. Sprich: Die Interessenvertretung des Unterhauses auch als Bundesliga-Vertreter dürfte in derem ureigenen Interesse bestehen.

Genutzt hatte Liga-Geschäftsführer Dr. Steffen Merkel das erste Zusammenkommen der Bosse seit Monaten auch, um über die aktuelle Lage im Streit mit DAZN zu informieren. Aktuell läuft ein Schiedsverfahren bei der Deutschen Institution für Schiedsgerichtsbarkeit DIS. Die Vergabe der milliardenschweren nationalen Medienrechte, also der wichtigsten Einnahmequelle der 36 Klubs aus Bundesliga und 2. Liga, ist daher unterbrochen.

Benni Hofmann