2. Bundesliga

Kiel rückt Bochum auf die Pelle - Darmstadt und Club im Krisenmodus

17. Spieltag: HSV ist Hinrunden-Meister - Trares sieht Rot

Kiel rückt Bochum auf die Pelle - Darmstadt und Club im Krisenmodus

Die Vorentscheidung: Florent Muslija trifft per Freistoß zum 4:1 für Hannover.

Die Vorentscheidung: Florent Muslija trifft per Freistoß zum 4:1 für Hannover. imago images

Nürnberg wollte gegen Hannover den ersten Sieg im neuen Kalenderjahr einfahren, erwischte am Sonntag aber einen kapitalen Fehlstart. Sörensen foulte Ducksch im Strafraum und sah dabei auch noch seine fünfte Gelbe Karte, der Gefoulte verwandelte den Elfmeter sicher. Nur vier Minuten später gewann Hübers das Kopfballduell gegen Schäffler und stellte auf 2:0. In der 35. Minute verkürzte Schäffler allerdings auf 1:2, gleichzeitig der Pausenstand. Hannover ließ aber nicht locker und stellte per Distanzschuss von Haraguchi auf 3:1 (58.). Nach Muslijas Freistoßtor (72.) war die Partie endgültig entschieden, doch es kam noch schlimmer für die Franken. Keeper Mathenia ließ Twumasis Schuss ins kurze Eck passieren (86.), Geis' abgefälschter Freistoß zum 2:5 (89.) war nur noch Ergebniskosmetik. Die Nürnberger bleiben damit auch im vierten Spiel 2021 sieglos, nur einen Zähler fuhren sie bislang ein.

Sandhausen ringt Bochum ein Remis ab

Der SV Sandhausen ging mal wieder mit einem neuen Keeper in die Partie gegen den VfL Bochum, Werder-Leihgabe Kapino stand zwischen den Pfosten - und bekam bis zur Pause, abgesehen von einem Zoller-Kopfball (16.), erstaunlich wenig zu tun. Vielmehr schlug der SVS in der 44. Minute in Person von Behrens zu. Bochum tat sich schwer, in der 63. Minute hatte aber Zulj den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte jedoch am Fuß von Kapino. Der VfL drückte weiter und belohnte sich in der 84. Minute, diesmal versenkte Zulj per Kopfball das Leder. Bochum bemühte sich danach um die drei Punkte, während Sandhausens Schmidt in der Nachspielzeit die Ampelkarte sah. Dennoch fuhren die Hausherren noch einen Konter - Pena Zauner schloss aber aus bester Position nicht genau genug ab. Die vier Spiele währende Siegesserie der Bochumer ist damit gerissen.

2. Bundesliga - 17. Spieltag
2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Hamburger SV Hamburger SV
36
2
VfL Bochum VfL Bochum
33
3
Holstein Kiel Holstein Kiel
32
2. Bundesliga - Torjäger 2020/21
Hamburger SV Terodde Simon
17
1. FC Heidenheim Kühlwetter Christian
11
Hannover 96 Ducksch Marvin
9
2. Bundesliga - Scorer 2020/21
Hamburger SV Terodde Simon
19
Hannover 96 Ducksch Marvin
16
SV Darmstadt 98 Kempe Tobias
15

Nächste Pleite: Kiel verschärft Darmstadts Krise

Kiel musste am Darmstädter Böllenfalltor ohne Bartels (Magenbeschwerden) auskommen, nach drei Niederlagen in Folge standen die Lilien unter Zugzwang. Die ersten 20 Minuten verliefen ausgeglichen, dann aber legten die Störche einen Zahn zu. Reese (40.) stellte auf 1:0 für die Gäste und hatte kurz danach Pech bei einem Pfostentreffer. In der 55. Minute dann aber der nächste Rückschlag für den SVD, Höhn bugsierte das Leder ins eigene Tor - 2:0. Kiel holte den ersten Ligasieg im neuen Jahr und springt auf Platz 3. Zudem untermauerten die Störche ihre Auswärtsstärke: Von acht Spielen auf fremdem Platz wurde keines verloren (fünf Siege, drei Remis). Darmstadt ist hingegen nur noch drei Punkte vom Relegationsplatz entfernt.

Burgstaller stellt für St. Pauli die Weichen

FC St. Pauli gegen den SSV Jahn Regensburg war eine Begegnung im unteren Tabellendrittel. Viele Höhepunkte gab es im ersten Abschnitt nicht zu sehen, doch die Hamburger nutzten eine Standardsituation zur Führung - Burgstaller drückte das Leder über die Linie (27.). Wenige Minuten nach der Pause erhöhte Marmoush auf 2:0 (50.), unmittelbar zuvor hatte Regensburgs Kennedy das Aluminium getroffen. Letztlich fuhren die Kiez-Kicker die nächsten drei Punkte ein - und spielten nebenbei erstmals in dieser Saison zu null. St. Pauli ließ mit dem zweiten Sieg in Folge auch die Abstiegsplätze erst einmal hinter sich.

HSV dreht Partie in Braunschwieg und ist "Herbstmeister"

Obenauf: Der HSV siegte nicht nur in Braunschweig, sondern ist auch Hinrunden-Meister

Obenauf: Der HSV siegte nicht nur in Braunschweig, sondern ist auch Hinrunden-Meister. imago images

Der Hamburger SV hat sich am Samstagnachmittag mit einem 4:2-Sieg bei Eintracht Braunschweig den inoffiziellen Titel des Hinrunden-Meisters gesichert. Dabei sah es zunächst nach einer faustdicken Überraschung aus, denn der Aufsteiger führte nach Toren von Kroos (9.) und Bär (42.) bereits mit 2:0. Doch der BTSV leistete sich anschließend individuelle Patzer, die der HSV durch Kinsombi (45.+2, 65.), Terodde (51.) und Hunt (59.) teils eiskalt ausnutzte. Durch den Dreier ist der HSV zum Abschluss der Hinrunde nicht mehr von Rang eins zu verdrängen, Braunschweig steckt weiter tief im Keller.

Karlsruhe und Heidenheim trotzen den Platzverhältnissen

Mit einem 1:1 trennten sich der Karlsruher SC und der 1. FC Heidenheim. Trotz der schwierigen Platzverhältnisse boten beide Teams eine gutklassige Zweitliga-Partie. Der KSC ging durch Bormuth (6.) früh in Führung und hatte kurz nach der Pause Alu-Pech (Lorenz, 51.). So blieb Heidenheim im Spiel und nutzte dies in der 60. Minute durch Kühlwetter aus. In der offenen Schlussphase passierte trotz etlicher Chancen nichts mehr.

Paderborn bezwingt Würzburg - FWK-Coach Trares sieht Rot

Einen 1:0-Sieg feierte der SC Paderborn gegen die Würzburger Kickers, den Srbeny in der 31. Minute sicherte. Der Bundesliga-Absteiger überstand damit auch das dritte Spiel in Folge ohne Niederlage (2/1/0) und festigte seinen Platz im Mittelfeld. Schlusslicht Würzburg konnte keinen Boden auf das rettende Ufer gutmachen und verlor nicht nur die Partie, sondern auch Trainer Bernhard Trares, der in der 76. Minute wegen zu heftiger Beschwerden die Rote Karte sah.

Ausgleich: Düsseldorf feiert das 3:3 durch Danso.

Ausgleich: Düsseldorf feiert das 3:3 durch Danso (r.). imago images

Verfolgerduell in Düsseldorf: Sechs Tore, kein Sieger

Das Verfolgerduell zwischen Fortuna Düsseldorf und der SpVgg Greuther Fürth am Freitagabend hielt, was es versprach - und blieb mit einem 3:3 am Ende ohne Sieger. Nach eher gemütlichem Beginn nahm die Partie ab der 26. Minute Fahrt auf, als Fürth dank eines unglücklichen Eigentors von Hoffmann das 1:0 erzielten konnte und nur drei Minuten später durch Green erhöhte. Fortuna konnte jedoch durch Karaman noch vor der Pause verkürzen (35.) - und gleich nach der Pause durch Peterson sogar ausgleichen (49.). Die Freude dauerte nicht lange: Ernst brachte das Leitl-Team gleich wieder in Führung (53.). Fürth war in Folge dem nächsten Tor näher als die Fortuna dem Ausgleich, Düsseldorf hatte zudem Glück, dass ein Handspiel von Peterson (79.) ungeahndet blieb. Der Ausgleich der Fortuna fiel dann mit einer kuriosen Angriffsvariante: In der 83. Minute (!) kam Keeper Kastenmeier zu einem Eckball nach vorne und zog so zusätzliche Aufmerksamkeit der Fürth-Defensive auf sich. Danso köpfte zum 3:3 ein. Kurz vor dem Ende verpasste Sobottka frei vor dem Tor sogar noch den Siegtreffer für Düsseldorf.

Aue entführt die Punkte aus Osnabrück

Vier Tage nach dem 0:5 beim Hamburger SV gab es für den VfL Osnabrück die nächste Niederlage: Erzgebirge Aue gewann verdient mit 1:0 bei den Niedersachsen und beendete die Hinrunde damit nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge mit 25 Punkten im Tabellenmittelfeld. Den Siegtreffer erzielte Strauß in der 13. Minute. Der VfL verlor in der Nachspielzeit auch noch Ihorst mit einer Roten Karte.

kon