Wichtigstes Thema am Rande von Fortuna Düsseldorfs Trainingslager in Bad Leonfelden (Oberösterreich): Der mögliche Wechsel von U 21-Nationalspieler Jamil Siebert in die Serie A.
Aufsteiger AC Pisa macht Druck; nach Informationen der Rheinischen Post ist der Klub bereits einig mit dem Innenverteidiger. Allerdings nicht mit seinem Arbeitgeber.
"Mir fehlt die Fantasie, dass wir da irgendwann zueinander finden"
"Wir haben unseren Standpunkt in dem Gespräch noch einmal deutlich gemacht, unsere grundsätzlichen finanziellen Vorstellungen ausgetauscht und festgestellt, dass wir ganz weit auseinander liegen", sagte Fortunas Sportvorstand Klaus Allofs am Rande eines Testspiels gegen Linz (1:3) nach einem Treffen mit einem Interessenvertreter des Serie-A-Klubs. "Mir fehlt die Fantasie, dass wir da irgendwann zueinander finden. Aber man kann sich ja überraschen lassen."
Das klingt nach dem üblichen Poker bei solchen Millionen-Transfers. Bis Ende Mai hätte Siebert aufgrund seiner Ausstiegsklausel für 6 Millionen Euro gehen können. Nun ist der Preis frei verhandelbar, und Fortuna erhofft einen Geldsegen, wie er in der Vereinsgeschichte bisher fast einmalig sein dürfte.
Offenbar erwartet der Zweitligist eine Ablöse im mittleren einstelligen Millionen-Bereich; die ersten Offerten aus Pisa lagen deutlich darunter. "Wenn ein außergewöhnliches Angebot kommt, müssen wir uns im Interesse des Vereins ja damit beschäftigen. Wir werden natürlich auch mit Jamil reden, dass das Angebot eines Klubs, der ihn verpflichten will, eine gewisse Größenordnung haben muss", wird Allofs in der RP zitiert. "Ich hoffe, dass er unseren Standpunkt versteht."
Seit 15 Jahren bei der Fortuna
Für Fortuna bahnt sich in jedem Fall ein ganz großes Geschäft an, weil der Großteil der zu erwartenden Ablösesumme in die Vereinskasse fließen würde. Schließlich ist der gebürtige Düsseldorfer Siebert ein Fortuna-Eigengewächs, spielt seit 15 Jahren für den Klub, hat es zum U-21-Nationalspieler gebracht und insgesamt mit seinem Auftreten Begehrlichkeiten geweckt.
Bei Fortuna Düsseldorfer absolvierte er fast seine gesamte Zeit als Profi; abgesehen von einer Leihe zum Drittligisten Viktoria Köln. Nun könnte mit 23 Jahren der ganz große sportliche und finanzielle Sprung folgen - falls die Verantwortlichen aus Pisa ihr Angebot deutlich erhöhen.



