Bundesliga

Entwarnung bei BVB-Kapitän Marco Reus: "Nichts Gravierendes"

Can zum Sieg über Hertha BSC: "Geduld war der Schlüssel"

Entwarnung bei BVB-Kapitän Reus: "Nichts Gravierendes"

Ist mit schmerzverzerrtem Gesicht ausgewechselt worden, kann aber wohl direkt wieder mitwirken: Marco Reus.

Ist mit schmerzverzerrtem Gesicht ausgewechselt worden, kann aber wohl direkt wieder mitwirken: Marco Reus. imago images

"Es war nicht einfach heute", resümierte Trainer Edin Terzic nach dem verdienten wie hart erarbeiteten 2:0 gegen Hertha BSC am späten Samstagabend. Die tiefstehenden Berliner machten es Dortmund schwer, Tiefe und Breite in ihr Spiel zu bekommen, die besten Chancen vor der Pause vergaben Kapitän Marco Reus (Latte bei einem direkten Freistoß) und Jude Bellingham (Glanzparade vom später noch unglücklich agierenden Torwart Rune Jarstein) dann auch noch.

Doch wie so oft fand die Borussia nach dem Seitenwechsel den Weg. Denn von bisher 52 erzielten Toren fielen 39 erst in der zweiten Hälfte.

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Gegen Hertha war es Julian Brandt, dessen unplatzierter, aber verwehter Fernschuss aus etwa 32 Metern zur Überraschung aller den Weg ins Tor fand. "Ich bin ehrlich, ich habe mich selbst etwas erschrocken, dass er dann doch reingegangen ist, denn der Schuss war ja schon ziemlich zentral", gab der Torschütze zu: "Vielleicht hat der Wind bei dem Tor eine entscheidende Rolle gespielt." Für die Entscheidung sorgte dann Youngster Youssoufa Moukoko in der Nachspielzeit.

Entscheidend war am Ende eins. "Geduld war heute der Schüssel", befand Emre Can. "Wir haben gut gespielt, haben uns in der ersten Halbzeit schon einige Torchancen kreiert, aber der Torwart hat gut gehalten. Wir haben uns in der Pause gesagt, dass wir weiter Fußball spielen wollen." Der Innenverteidiger und seine Nebenmänner in der Viererkette waren zudem zusammen mit dem wieder einmal guten Gegenpressing der Offensivspieler entscheidend dafür, dass Berlin kaum gefährlich vors Dortmunder Tor kam.

"Da haben er und wir wirklich Glück gehabt"

Der erfolgreiche Abschluss intensiver Wochen brachte aber auch Sorgen mit sich: Rechtsverteidiger Mateu Morey, Abwehrchef Mats Hummels und Kapitän Marco Reus mussten allesamt angeschlagen ausgewechselt werden. Nach der ersten Entwarnung am Samstag sah es auch einen Tag nach dem Spiel so aus, dass alle drei in der kommenden Trainingswoche wieder auf dem Platz stehen können. Vor allem im Fall von Reus, der von Rotsünder Vladimir Darida hart getroffen wurde, hätte es durchaus schlimmer ausgehen können.

"Da haben er und wir wirklich Glück gehabt. Es ist nichts Gravierendes", sagte Lizenzspielerleiter Sebastian Kehl dem kicker.

Patrick Kleinmann