Bundesliga 2007/08, 18. Spieltag
16:11 - 39. Spielminute

Tor 0:1
Fenin
Rechtsschuss
Vorbereitung Amanatidis
Frankfurt

16:49 - 60. Spielminute

Tor 0:2
Fenin
Linksschuss
Vorbereitung Amanatidis
Frankfurt

16:51 - 63. Spielminute

Spielerwechsel
Arguez
für Kacar
Hertha

16:56 - 68. Spielminute

Spielerwechsel
Okoronkwo
für Ede
Hertha

17:00 - 72. Spielminute

Spielerwechsel
Piszczek
für Chahed
Hertha

17:03 - 75. Spielminute

Spielerwechsel
Mahdavikia
für M. Weissenberger
Frankfurt

17:18 - 89. Spielminute

Spielerwechsel
Russ
für M. Fink
Frankfurt

17:18 - 90. Spielminute

Tor 0:3
Fenin
Rechtsschuss
Vorbereitung Amanatidis
Frankfurt

BSC

SGE

Bieler mit Bundesligaeinstand

Fenin mit Traumdebüt

Berlins Simunic bremst Frankfurts Amanatidis.

Gerade noch dazwischen: Berlins Simunic bremst Frankfurts Amanatidis. dpa

Gleich fünf Neuzugänge hat Hertha-Coach Lucien Favre in der Winterpause zur Verfügung gestellt bekommen. Zwei davon standen in der Startelf: Raffael und Kacar. Arguez saß bereits auf der Bank, während Gilberto-Ersatz Skacel und Domovchiyski noch nicht berücksichtigt wurden. Kapitän Friedrich (Achillessehne) und Verteidiger van Bergen (Oberschenkel) fielen mit Blessuren aus, so kam Bieler zu seinem Bundesligadebüt für die Berliner. Auch die Eintracht langte in der Spielpause auf dem Spielermarkt kräftig zu. Von drei Neuzugängen stand aber lediglich der tschechische Offensivmann Fenin in der Startaufstellung. Dem Brasilianer Caio und dem Griechen Mantzios überließ Trainer Friedhelm Funkel zunächst nur einen Platz auf der Bank. Galindo lief trotz Leistenbeschwerden auf. Auf Pröll (Bänderriss), Vasoski (Muskelfaserriss) und die Langzeitverletzten Meier (Knie) und Preuß (Knorpelschaden) musste er hingegen zum Rückrundenauftakt verzichten.

Nach einer zögerlichen Anfangsphase kristallisierten sich die Fronten zwischen den beiden Teams heraus. Die Hertha tat sich im Spielaufbau sehr schwer, spielte meist langsam und umständlich nach vorne und konnte sich gegen die aufmerksame Frankfurter Deckung kaum in Szene setzen. Ganz anders die Eintracht, die nach etwa zehn Minuten klar die reifere Spielanlage an den Tag legte. Aus einer disziplinierten Defensive ging es meist über die Außen mit schnellem und direktem Spiel zügig nach vorne.

Der erste Torschuss der Partie blieb zwar den Hausherren vorbehalten – Dardai versuchte sich aus der Distanz erfolglos (8.) - dann drehten die Hessen aber erstmals auf. Neuzugang Fenin hatte binnen zweier Minuten gleich zweimal die Chance auf den Führungstreffer. Doch scheiterte er aussichtsreich am toll reagierenden Drobny (10., 11.). Einen strammen Schuss von Gäste-Spielführer Amanatidis konnten die Berliner gerade noch abblocken (20.). Der Hertha sah man die Bemühungen um ein konstruktives Spiel an, doch oft haperte es noch an der Abstimmung in der neu zusammengestellten Mannschaft. Allein über Pantelic blitzte manchmal Torgefahr auf. Doch auch diese Einzelaktionen brachten keinen zählbaren Erfolg (24., 30.).

Der 18. Spieltag

Und die Frankfurter ließen im Bemühen um die Führung nicht nach. Fenin konnte von Simunic im Strafraum gerade noch aufgehalten werden (33.), ehe der junge Tscheche bei seinem Bundesligadebüt wenig später das erste Mal jubeln durfte: Nach einer Köhler-Flanke verlängerte Amanatidis mit dem Hinterkopf auf den langen Pfosten. Dort konnte sich Fenin die Ecke aussuchen und verwandelte trocken ins Berliner Tor (39.).

Nur beim gut aufgelegten Drobny konnte sich die Hertha bedanken, dass der Rückstand zur Pause nicht noch höher ausfiel. Berlins Keeper entschärfte kurz vor dem Halbzeitpfiff einen Schuss des freistehenden Amanatidis (44.). Auch nach dem Seitenwechsel, den beide Teams ohne personelle Wechsel angingen, veränderte sich am Spielverlauf wenig. Hertha blieb in der Offensive harmlos, die Gäste wirkten dominanter und hatten das Geschehen im Griff. Fenin (50.) und Köhler verpassten weitere gute Chancen für die Hessen, während auf der Gegenseite Pantelic nicht von einem Stellungsfehler von Galindo profitieren konnte. Vom Bein des Serben prallte das Spielgerät am Frankfurter Tor vorbei (55.).

Frankfurt hat Mühe, den Berliner Raffael aufzuhalten.

Ein seltenes Bild: Frankfurt hat Mühe, den Berliner Raffael aufzuhalten. dpa

Wenig später dann Fenins zweiter Streich: Nach einem steilen Zuspiel von Amanatidis bedeutete auch Chahed keine ernsthafte Hürde auf dem Weg zu seinem zweiten Tor. Drobny war zwar im kurzen Eck noch am Ball, doch vom Bein des Berliner Torhüters sprang der Schuss in die Maschen. Herthas Widerstand war damit weitgehend gebrochen. Zwar wechselte nun Lucien Favre mit Arguez, Okoronkwo und Piszczek drei frische Spieler für die Offensive ein, doch die Eintracht ließ sich nun von den leicht verstärkten Berliner Angriffsbemühungen nicht mehr aus dem Konzept bringen. Stattdessen blieben sie selber immer über feine Konter gefährlich. Erst ließ Amanatidis eine Großchance aus (89.), ehe Fenins dritter Streich den Traumeinstand für den Stürmer perfekt machte. Hochverdient sicherte sich die Eintracht die drei Punkte zum Rückrunden-Auftakt gegen doch recht harmlose Hauptstädter.

Hertha tritt zum nächsten Spieltag am Samstag in Stuttgart beim Deutschen Meister an. Eintracht Frankfurt spielt bereits am Freitag zu Hause gegen Arminia Bielefeld.