Testspieler trifft fein - Erstmals Trio aus Ghana

Youngster mit dem Hammer: Ofori bleibt unter Beobachtung

Kelvin Ofori

Bleibt unter Beobachtung: Düsseldorfs Testspieler Kelvin Ofori. imago

Für eines der wenigen Highlights in einer ziemlich zähen Partie in Maasmechelen sorgte Niko Gießelmann, der ansonsten selten als Torschütze auftaucht. Der linke Verteidiger schlenzte einen Freistoß wunderschön ins Tor der Belgier. "Das", erzählte Gießelmann hinterher, "ist genau meine Distanz und die richtige Position, um es mal zu versuchen."

Ansonsten fand Fortunas Dauerbrenner es "ziemlich blöd, dass so viele Spieler fehlen, da fällt es natürlich schwer, sich richtig einzuspielen". Kaan Ayhan genoss wegen seiner Teilnahme an zwei Länderspielen für die Türkei noch ein wenig Sonderurlaub, die Kollegen Fink, Karaman, Kownacki, Rensing, Pledl, Kastenmeier, Bodzek, Thommy, Contento sowie natürlich Stöger fehlten wegen Verletzungen oder Krankheiten.

Saisoneröffnung gegen Eibar - Drei Ghanaer in der Startelf

Am Samstag bietet sich gegen den spanischen Erstligisten SD Eibar bei Fortunas Saisonöffnung die nächste Gelegenheit, mal eine Formation für das Spiel in der ersten Pokalrunde in Villingen sowie natürlich für den Bundesligastart einzuspielen.

Gegen Anderlecht musste Funkel ein wenig improvisieren, und dabei ergab sich wohl ein Novum in der Düsseldorfer Vereinsgeschichte. Dass beim Anpfiff drei Spieler aus Ghana für Fortuna auf dem Platz standen, dürfte es bisher noch nicht gegeben haben. Neben Nana Ampomah und Bernard Tekpetey mischte auch Testspieler Kelvin Ofori mit, der am Samstag 18 geworden war und deshalb sein Debüt bei den Fortuna-Profis geben durfte.

Und siehe da, der Offensivmann aus der Talentschmiede Right to Dream nutzte seinen Einsatz tatsächlich zu einem spektakulären Treffer, als er den Ball mit links ins Tor der Belgier zum 2:1-Siegtreffer schlenzte. Ansonsten mühte sich der Youngster im Angriffszentrum redlich, insgesamt mit Licht und Schatten.

Als er einmal gefeuert hat, waren das bestimmt 198 Stundenkilometer.

Friedhelm Funkel über Oforis Schuss

"Ihm fehlt natürlich noch die körperliche Robustheit", urteilte Friedhelm Funkel, "aber er ist sehr beweglich und bringt eine ordentliche Technik mit. Und natürlich einen harten Schuss. Als er einmal gefeuert hat, waren das bestimmt 198 Stundenkilometer", fügte Funkel schmunzelnd an.

Wie es mit den Talent weitergeht? Das ließ Funkel noch offen. "Wir werden ihn uns natürlich noch weiter im Training ansehen", versicherte der Trainer. Ob es aber zu einer Verpflichtung kommt, oder ob möglicherweise andere Vereine in das Rennen einsteigen, ist momentan kaum abzusehen.

Oliver Bitter

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