Bundesliga 2018/19, 29. Spieltag
18:14 - 15. Spielminute

Tor 1:0
Paciencia
Kopfball
Vorbereitung Kostic
Frankfurt

18:25 - 26. Spielminute

Spielerwechsel
Ndicka
für Hinteregger
Frankfurt

18:31 - 31. Spielminute

Tor 1:1
M. Richter
Rechtsschuss
Vorbereitung Gregoritsch
Augsburg

18:39 - 39. Spielminute

Spielerwechsel
Luthe
für Kobel
Augsburg

18:48 - 45. + 4 Spielminute

Tor 1:2
M. Richter
Linksschuss
Vorbereitung Koo
Augsburg

18:46 - 45. + 1 Spielminute

Gelbe Karte
Gregoritsch
Augsburg

19:08 - 47. Spielminute

Gelb-Rote Karte
Fernandes
Frankfurt

19:16 - 54. Spielminute

Spielerwechsel
Gacinovic
für Paciencia
Frankfurt

19:27 - 66. Spielminute

Spielerwechsel
de Guzman
für Rode
Frankfurt

19:30 - 69. Spielminute

Gelbe Karte
Rebic
Frankfurt

19:44 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Schieber
für Finnbogason
Augsburg

19:45 - 84. Spielminute

Tor 1:3
Gregoritsch
Linksschuss
Vorbereitung Baier
Augsburg

19:53 - 90. + 2 Spielminute

Spielerwechsel
Janker
für Koo
Augsburg

SGE

FCA

FC Augsburg gewinnt mit 3:1 bei Eintracht Frankfurt

Richter beschert Schmidt den bestmöglichen Einstand

Marco Richter

Hat mit einem Doppelpack den Grundstein zum Augsburger Sieg gelegt: Marco Richter. imago

Frankfurts Coach Adi Hütter nahm im Vergleich zum bitteren 2:4 im Viertelfinal-Hinspiel der Europa League bei Benfica Lissabon (frühe Rote Karte Ndicka, Dreierpack Joao Felix) trotz angekündigter Rotation lediglich zwei Wechsel vor: Almamy Touré und Pacienca kamen für Ndicka und Abraham (jeweils Bank) rein. Der in dieser Saison so starke Stürmer Haller (14 Tore und zehn Assists in 27 Ligaspielen, fünf Treffer und drei Vorlagen in neun Europa-League-Partien) fiel indes weiterhin wegen einer hartnäckigen Bauchmuskelverletzung aus.

Augsburgs neuer Trainer Martin Schmidt, der die Nachfolge des freigestellten Manuel Baum antrat, setzte auf eine Viererkette in der Defensive (4-1-2-2-1) und tauschte ganze viermal nach dem klaren 0:4 gegen Hoffenheim : Khedira, Stafylidis, Hahn und Finnbogason durften für Oxford, Danso (jeweils Bank), Max und Ji (jeweils angeschlagen nicht im Kader) von Beginn an auflaufen.

Wie auch sonst? Paciencia trifft per Kopf

Wie angekündigt präsentierte sich der abstiegsbedrohte Gast dann auch direkt mutig, bot den spielerische sicherlich gefälligeren Hausherren stets Paroli - und sollte letztlich für ein äußerst kurzweiliges Spektakel sorgen, das alles von Chancen, Fouls und diskutablen Szenen zu bieten hatte.

Nach 15 Minuten erlaubte sich Augsburg allerdings auch Fahrlässigkeiten, was sich direkt rächen sollte: Erst einmal durfte Kostic von der linken Seite komplett ohne Gegenwehr flanken, im Zentrum konnte Paciencia relativ unbedrängt hochsteigen und kraftvoll zur Führung einnicken. Dies war das fünfte Pflichtspieltor und zugleich der fünfte Kopfballtreffer im zwölften Einsatz für den 24-jährigen Portugiesen (15.).

Richter fällt, beschwert sich, trifft - und trifft nochmals

Geschockt präsentierte sich der FCA vom Rückstand aber keineswegs, die Elf von Schmidt schob immer wieder an und hatte zudem Pech, als es nach einem klaren Foul von Touré an Richter keinen Elfmeter und nicht einmal Videobeweis gab (17.). Sei's drum, konnte in Minute 31 aus Augsburger Sicht gesagt werden: Denn hier fand Gregoritsch Richter - und der 21-Jährige vollendete präzise aus kurzer Distanz zum 1:1-Ausgleich. Doch nicht nur das: Kurz vor der Pause fasste sich Richter links vor dem Strafraum ein Herz und nagelte den Ball herrlich wie unhaltbar rechts unten ins lange Eck, Trapp streckte sich vergebens (45.+4).

Bundesliga, 29. Spieltag

Zwei Verletzungen

Allgemein hatte der erste Abschnitt zwischen diesen beiden Teams auch reichlich Zweikämpfe sowie zwischenzeitlich einen Videobeweis bezüglich eines angeblichen Handspiels von Khedira (28.) zu bieten - und zudem zwei Verletzungen. Auf Frankfurter Seite griff sich Hinteregger an den Oberschenkel, es kam Ndicka (26.). Auf der anderen Seite bekam Torwart Kobel unabsichtlich das Knie von Kostic ab, spielte zunächst weiter und musste letztlich doch mit dem Verdacht einer Gehirnerschütterung für Ersatzmann Luthe runter (40.).

Bärendienst von Fernandes

Der zweite Abschnitt begann direkt mit einer viel zu überstürzten Aktion von Fernandes, der bereits verwarnt viel zu hart ins Duell mit Schmid einstieg und nach Sekunden der Diskussionen nachvollziehbarerweise Gelb-Rot sah (47.). Das machte die Aufhol-Aufgabe der Eintracht natürlich nicht leichter - und spielte dem nun gefällig agierenden FCA in die Karten. Allein Koo (58.) und Richter (60.) hätten für das 3:1 sorgen können.

Gelson Fernandes (links)

Handelte sich Gelb-Rot ein: Gelson Fernandes (links). imago

Gregoritsch macht alles klar

Auf der anderen Seite verbuchte aber auch die SGE gute Chancen für Jovic (56. und 60.), allen voran für Rebic. Der Kroate wurde von Joker Gacinovic bedient, zog aus bester Lage ab und wurde im allerletzten Moment von Khedira geblockt - eine bärenstarke Rettungsaktion (70.). In der Folge wurde das Spiel dann richtig hektisch, immer wieder gab es Fouls, Diskussionen, kleine Rudelbildungen, etliche eingereichte Beschwerden bei Referee Bastian Dankert - und die Augsburger Vorentscheidung. Denn nach schöner Einleitung von Joker Schieber (erster Einsatz nach langwierigen Kniebeschwerden seit dem 16. Spieltag) und überlegtem Querpass von Baier schoss Gregoritsch zum 3:1 ein (84.). Wenngleich sich die Hessen auch nach diesem Gegentreffer nicht aufgaben, es sollte nichts mehr glücken.

Für Frankfurt, das nach sechs Ligasiegen in Folge damit erstmals wieder verloren hat und zugleich die zweite Pflichtspielniederlage in diesen Jahr kassiert hat, geht es am Donnerstag (21 Uhr) mit dem Rückspiel gegen Benfica Lissabon weiter. Ein 2:4-Rückstand muss aufgeholt werden. Augsburg, mit diesem immens wichtigen Dreier wieder ein Stück von der akuten Zone entfernt, empfängt Stuttgart am Samstag (15.30 Uhr) zum Kellerduell.

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Bilder zur Partie Eintracht Frankfurt - FC Augsburg