Bundesliga 2013/14, 3. Spieltag
15:39 - 9. Spielminute

Gelbe Karte
Sorg
Freiburg

15:39 - 10. Spielminute

Tor 1:0
Salihovic
Foulelfmeter,
Linksschuss
Vorbereitung Volland
Hoffenheim

15:40 - 11. Spielminute

Rote Karte
Salihovic
Hoffenheim

15:42 - 13. Spielminute

Tor 1:1
Sorg
Rechtsschuss
Vorbereitung Schmid
Freiburg

15:54 - 25. Spielminute

Tor 2:1
Volland
Linksschuss
Vorbereitung Vestergaard
Hoffenheim

15:58 - 29. Spielminute

Tor 2:2
Guedé
Rechtsschuss
Vorbereitung Schuster
Freiburg

16:00 - 31. Spielminute

Gelbe Karte
T. Elyounoussi
Hoffenheim

16:02 - 33. Spielminute

Spielerwechsel
Strobl
für T. Elyounoussi
Hoffenheim

16:11 - 42. Spielminute

Gelb-Rote Karte
Coquelin
Freiburg

16:52 - 65. Spielminute

Tor 2:3
Freis
Rechtsschuss
Vorbereitung Schmid
Freiburg

16:58 - 72. Spielminute

Spielerwechsel
Mehmedi
für Guedé
Freiburg

16:59 - 72. Spielminute

Spielerwechsel
Schipplock
für Polanski
Hoffenheim

17:00 - 73. Spielminute

Gelbe Karte
Mujdza
Freiburg

17:02 - 75. Spielminute

Spielerwechsel
Krmas
für Diagne
Freiburg

17:04 - 77. Spielminute

Tor 3:3
Strobl
Rechtsschuss
Hoffenheim

17:07 - 80. Spielminute

Gelbe Karte
Fernandes
Freiburg

17:10 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Höfler
für Mujdza
Freiburg

17:17 - 90. + 1 Spielminute

Rote Karte
Mehmedi
Freiburg

HOF

SCF

Drei Platzverweise in Sinsheim

Hitziges Kartenspiel

Schiedsrichter Stieler zeigt Rot.

Schiedsrichter Stieler zeigt Rot. picture-alliance

Hoffenheims Trainer Markus Gisdol sah nach dem 5:1-Kantersieg beim HSV naturgemäß keinen Grund seine Startelf zu verändern. SCF-Coach Christian Streich reagierte nach der 1:2-Heimniederlage gegen Mainz unaufgeregt und ersetzte lediglich den angeschlagenen Hanke (Kapselverletzung im Knie) durch Coquelin.

Die ersten Spielminuten verbrachten beide Teams noch mit vorsichtigem Abtasten, doch nach knapp zehn Minuten wurde es lebhaft bis dramatisch im Stadion von Sinsheim. In der achten Minute nahm das Spiel mit einer Chance durch Freis Fahrt auf. Dieser ließ Vestergaard aussteigen und versuchte einen Schlenzer um Casteels herum, scheiterte jedoch knapp.

Auftritt Salihovic

Bereits beim Gegenzug der TSG wurde es hektisch. Sorg zog Volland im Strafraum die Beine weg und Schiedsrichter Stieler blieb nichts anderes übrig, als auf Strafstoß zu entscheiden. Diesen versenkte Salihovic trocken unter die Latte des Freiburger Tores (10.). Damit aber nicht genug. Aus der jubelnden Spielertraube der Hoffenheimer heraus ohrfeigte der Torschütze den vorbei laufenden Schuster. Der Referee hatte es gesehen und schickte Salihovic mit Rot vom Platz (11.).

Der 3. Spieltag

Freiburg übernimmt die Initiative

Gegen die dezimierten Hausherren übernahmen die Gäste jetzt die Initiative. Noch bevor sich die TSG sortiert hatte, glichen die Streich-Schützlinge auch schon aus. Ein Schmid-Freistoß kam zu Sorg, der von der Strafraumgrenze abzog. Roberto Firmino versuchte den Ball abzublocken, fälschte die Kugel jedoch unhaltbar für Casteels ins eigene Netz ab (13.).

Auftritt Volland

Davon ließ sich die Gisdol-Elf aber nicht aus dem Konzept bringen. Schnell hatten die Hoffenheimer die dezimierten Reihen sortiert und schlugen zurück. Bereits in der 25. Minute wurden die Hausherren für ihr Engagement belohnt. Einen Pass von Vestergaard über das gesamte Spielfeld nahm Volland an der Strafraumgrenze perfekt an, und vollendete mit einem Heber über Baumann aus der Drehung zu einem Traumtor und der erneuten Führung für die TSG.

Freiburg kommt wieder zurück

Auch der erneute Rückstand sorgte nicht für schlechte Stimmung bei den Freiburgern. Wieder dauerte es nur wenige Minuten, ehe die Breisgauer ausglichen. In der 29. Minute trat Schmid zur Ausführung eines Freistoßes an der Strafraumgrenze an. Den angeschnittenen Ball kratzte Casteels gerade noch von der Linie, doch Schuster reagierte am schnellsten, brachte die Kugel erneut vor das TSG-Tor, wo Guedé nur noch einzuschieben brauchte.

Auftritt Stieler

Nach dem Ausgleich herrschte viel Hektik auf dem Platz. Die beiden Teams gingen mit viel Engagement zu Werke und der junge Unparteiische hatte alle Hände voll zu tun die Partie in geordneten Bahnen zu halten. Fouls und Diskussionen prägten die Schlussphase der ersten 45 Minuten. Schiedsrichter Stieler verlor jedoch nicht die Übersicht und beruhigte die Reihen so gut es ging. Allerdings "bezahlte" der SCF mit einer Gelb-Roten Karte gegen Coquelin (42.) und einer Verbannung von Trainer Streich auf die Tribüne (43.) einen hohen Preis für die Schlichtungsversuche des Referees.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs hatten sich die Wogen geglättet, doch es dauerte nicht lange, ehe die Partie erneut Fahrt aufnahm. Dabei hatten zunächst die Gäste die besseren Karten und die TSG musste sich bei Torhüter Casteels bedanken, der einen Direktschuss von Schmid mit einer Glanzparade von der Linie kratzte.

Auftritt Freis

Die Freiburger wurden nicht müde das Tor der Hausherren zu berennen und waren Anfangs der zweiten Hälfte die aktivere Mannschaft. Es gelang den Breisgauern auch, sich dafür zu belohnen. Schmid beförderte in der 65. Minute eine Ecke vor das Hoffenheimer Tor. Dort sprang Beck am Ball vorbei und auch Volland ging nicht konsequent genug zu Werke. Dadurch konnte Freis den Ball direkt nehmen und am verduzten Casteels vorbei einschießen.

Auftritt Strobl

Die Hoffenheimer antworteten auf den erstmaligen Rückstand mit einem Sturmlauf und setzten die Abwehr der Streich-Elf gehörig unter Druck. Eine erste Großchance durch den eingewechselten Schipplock konnte Baumann aber noch entschärfen (76.). Strobl war in der 77. Minute allerdings mehr Glück beschieden. Der Nachwuchsspieler der TSG schnappte sich nach einem Ausrutscher von Gelson Fernandes im Mittelfeld den Ball, nahm noch einige Meter Anlauf und hämmerte die Kugel unhaltbar ins Freiburger Netz. Er erzielte damit nicht nur den Ausgleich, sondern auch das 250. Bundesligator der TSG Hoffenheim.

Auftritt Mehmedi

In der Schlussphase hatten die Gastgeber das Kommando auf dem Platz übernommen. Immer wieder rannten Roberto Firmino und Kollegen gegen das Tor von Baumann an. Es war aber keinem Hoffenheimer mehr vergönnt, den Freiburger Keeper zu überwinden. Am nähesten kam Modeste einem Torerfolg, doch er scheiterte in der 90. Minute am Pfosten. Für ein passendes Ende dieses "farbigen" Spiels sorgte allerdings der eingewechselte Freiburger Mehmedi. In der ersten Minute der Nachspielzeit zeigte er dem Linienrichter den "Vogel" und war damit der dritte Spieler der Partie, der vom Platz gestellt wurde.

Die Kraichgauer treten am nächsten Sonntag (15.30 Uhr) beim VfB an, der SCF empfängt bereits am Dienstag (18:30 Uhr) - das Spiel wurde aufgrund des anstehenden UEFA Supercup-Matches des FCB gegen Chelsea vorverlegt - den Triple-Sieger FC Bayern.

40

Zahme Löwen, brüllende Franken und stürmische Bayern