Bundesliga 2012/13, 28. Spieltag
15:52 - 22. Spielminute

Tor 1:0
Schieber
Linksschuss
Vorbereitung Bittencourt
Dortmund

15:54 - 24. Spielminute

Gelbe Karte
Hahn
Augsburg

16:13 - 43. Spielminute

Tor 1:1
Baier
Rechtsschuss
Augsburg

16:15 - 45. Spielminute

Tor 1:2
Vogt
Rechtsschuss
Vorbereitung Werner
Augsburg

16:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Augsburg)
Moravek
für Mölders
Augsburg

16:34 - 47. Spielminute

Gelbe Karte
Schieber
Dortmund

16:40 - 52. Spielminute

Tor 2:2
Schieber
Linksschuss
Vorbereitung Hofmann
Dortmund

16:39 - 52. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
M. Götze
für Leitner
Dortmund

16:39 - 52. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Lewandowski
für Bittencourt
Dortmund

16:51 - 64. Spielminute

Tor 3:2
Subotic
Rechtsschuss
Vorbereitung M. Götze
Dortmund

16:55 - 68. Spielminute

Spielerwechsel (Augsburg)
Oehrl
für Vogt
Augsburg

17:03 - 76. Spielminute

Gelbe Karte
Klavan
Augsburg

17:07 - 80. Spielminute

Spielerwechsel (Augsburg)
Tchoyi
für Werner
Augsburg

17:10 - 83. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Kehl
für Schieber
Dortmund

17:20 - 90. + 2 Spielminute

Tor 4:2
Lewandowski
Rechtsschuss
Vorbereitung M. Götze
Dortmund

17:23 - 90. + 3 Spielminute

Gelbe Karte
Baier
Augsburg

BVB

FCA

Startelfdebütanten - FCA-Serie gerissen

Götze und Lewandowski mischen Augsburg auf

Schieber (li.) freut sich über seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0

Jubelschrei: Schieber (li.) freut sich über seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0. picture alliance

BVB-Coach Jürgen Klopp ließ nach dem 0:0 im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League beim FC Malaga kräftig rotieren und brachte mit Langerak (Tor), Leitner, Bender, Sahin, Bittencourt, Hofmann und Schieber gleich sieben neue Spieler. Piszczek, Kehl, Gündogan, Götze und Lewandowski nahmen auf der Bank Platz, während Schlussmann Weidenfeller und Reus gar nicht im Kader standen. Bittencourt und Hofmann feierten ihr Bundesliga-Startelfdebüt.

Deutlich ruhiger ließ FCA-Trainer Markus Weinzierl die Sache angehen. Im Vergleich zum 0:2 gegen Hannover gab es nur zwei Wechsel: Manninger kehrte zwischen die Pfosten zurück und verdrängte Amsif auf die Bank. Außerdem spielte Werner nach Gelb-Sperre für Oehrl.

Gegen eine Dortmunder B-Elf schien aus FCA-Sicht etwas drin zu sein, nur agierten die Augsburger im mit 80.400 Zuschauern ausverkauften Signal-Iduna-Park zu ängstlich - zu groß war die Ehrfurcht vor dem Noch-Meister. Dem BVB kam das natürlich zupass. Die neu zusammengewürfelten Westfalen brauchten zwar eine Weile, um sich zu finden, allerdings standen sie defensiv solide und holten sich über Ballbesitz Sicherheit. Je weiter die Partie voranschritt, desto dominanter wurden die Schwarz-Gelben - Subotic (9.), Hofmann (9.) und Bender (15.) sorgten für Wirbel im gegnerischen Sechzehner.

Der 28. Spieltag

In der 22. Minute war es dann passiert: Bittencourt nahm Leitner mit, der bei seinem Lauf in den Sechzehner von drei Gegenspielern im Grunde nur begleitet wurde und dann das Auge für Schieber hatte. Dieser profitierte von einem Stellungsfehler von Verhaegh und vollendete deshalb relativ unbedrängt aus kurzer Distanz ins linke Eck zur verdienten 1:0-Führung. Und auch im weiteren Verlauf war nur eine Mannschaft gefährlich: Borussia Dortmund. Manninger entschärfte Sahins fulminanten Freistoß aus der zweiten Reihe (25.), Sekunden später köpfte Felipe Santana nach einer Ecke knapp daneben, ehe Hofmann mit einem satten Schrägschuss Manninger erneut auf die Probe stellte (29.).

Nach einer geschlagenen halben Stunde kam erstmals ein Hauch von Gefahr vor dem BVB-Kasten auf, als Mölders einen Werner-Freistoß nur um eine Fußbreite verpasste. Augsburg hatte enorme Probleme, versprühte keine Ideen und war den Westfalen klar unterlegen. Auch eine bessere Zweikampfquote nutzte den Gästen nichts.

Augsburg stellt den Spielverlauf auf den Kopf - BVB schlägt zurück

Augsburger beglückwünschen Baier (2.v.li.) zu dessen 1:1

Gut gemacht: Augsburger beglückwünschen Baier (2.v.li.) zu dessen 1:1. picture alliance

Kurz vor der Pause stellte der FCA den Spielverlauf dann aber völlig auf den Kopf - unter gütiger Mithilfe der Dortmunder. Zuerst landete Schiebers missglückte Kopfballabwehr vor den Füßen von Baier, der aus 20 Metern per Volleyschuss ausglich (43.). Kurz darauf hob Felipe Santana bei einem Diagonalpass auf Werner das Abseits auf. Der Augsburger scheiterte noch mit seinem Schrägschuss an Langerak, der jedoch nur prallen ließ - Vogt stand goldrichtig und staubte zur völlig überraschenden 2:1-Halbzeitführung der Fuggerstädter ab (45.).

Weinzierl reagierte trotz Führung und brachte zum Seitenwechsel den spielerisch stärkeren Moravek für Mölders, der in den ersten 45 Minuten keinen Stich gemacht hatte. Auf der Gegenseite wartete Klopp bis zur 52. Minute, ehe er wechselte: Götze und Lewandowski kamen für Bittencourt und Leitner - und beide Wechsel sollten sich bezahlt machen. Lewandowski spielte zwölf Sekunden nach seiner Hereinnahme direkt einen exzellenten Steilpass auf Hofmann, der freie Bahn hatte und im Strafraum mit Übersicht quer auf Schieber legte - 2:2 (52.).

Drei Minuten später wurde es kurios: Nach einem Freistoß leistete sich Schmelzer einen Riesenbock, als er als letzter Mann ohne Not den Ball an Moravek verlor. Der Tscheche hatte freie Bahn, rannte in den Sechzehner, umkurvte dort auch Langerak und zog aus spitzem Winkel ab. Sein Abschluss verhungerte allerdings, weshalb der zurückgeeilte Großkreutz die Kugel noch von der Linie kratzen konnte - ob dieser Slapstick-Einlagen hatte das Publikum seinen Spaß. Noch erfreuter waren die BVB-Fans in der 64. Minute, als Götzes Freistoßflanke butterweich im Fünfer bei Subotic landete - 3:2.

Dortmund war nun wieder am Drücker und wollte alles klar machen: Lewandowski wurde aber ein Treffer wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung aberkannt (70.). Wie schon im ersten Durchgang wachten die Gäste in der Schlussphase wieder auf und schnupperten am erneuten Ausgleich. Der eingewechselte Tchoyi jagte das Leder aus klarer Abseitsstellung drüber (81.). Weil Lewandowski (82.) und Götze (85.) auf der Gegenseite weitere gute Chancen fahrlässig liegen ließen, blieb es bis zum Schluss spannend. In der Nachspielzeit traf Lewandowski dann doch: Nachdem sich er und Götze durch die gegnerische Deckung durchgewuselt hatten, stocherte der 20-Jährige den Ball zum Polen, der den 4:2-Endstand markierte (90.+2).

Spieler des Spiels

Jonas Hofmann Mittelfeld

2
Spielnote

Sechs Tore, mehr als ein Dutzend Tor-Möglichkeiten und eine ordentliche Portion Spannung - ein unterhaltsamer Nachmittag.

2
Tore und Karten

1:0 Schieber (22', Linksschuss, Bittencourt)

1:1 Baier (43', Rechtsschuss)

1:2 Vogt (45', Rechtsschuss, Werner)

2:2 Schieber (52', Linksschuss, Hofmann)

3:2 Subotic (64', Rechtsschuss, M. Götze)

4:2 Lewandowski (90' +2, Rechtsschuss, M. Götze)

Dortmund

Langerak 3,5 - Großkreutz 3, Subotic 2 , Felipe Santana 3, Schmelzer 4,5 - S. Bender 3, Sahin 2,5, Hofmann 2, Leitner 4 , Bittencourt 3,5 - Schieber 2

Augsburg

Manninger 3,5 - Verhaegh 4,5, Callsen-Bracker 4, Klavan 4 , Ostrzolek 4,5 - Baier 2 , Hahn 4,5 , Vogt 3 , Ji 4, Werner 3,5 - Mölders 5

Schiedsrichter-Team

Markus Schmidt Stuttgart

2
Spielinfo

Stadion

Signal-Iduna-Park

Zuschauer

80.400 (ausverkauft)

Für Dortmund geht es am kommenden Dienstag (20.45 Uhr) im Rückspiel des Champions-League-Viertelfinales gegen Malaga um den Einzug in die Vorschlussrunde. In der Bundesliga ist der BVB wieder am darauffolgenden Samstag (15.30 Uhr) in Fürth gefordert, einen Tag später (17.30 Uhr) empfängt der FC Augsburg die Frankfurter Eintracht.