Bundesliga

"Wolfsburg gegen Wolfsburg": Jonkers Fingerzeige

Guilavogui, Seguin und Träsch feiern ihr Comeback

"Wolfsburg gegen Wolfsburg": Jonkers Fingerzeige

Andries Jonker

Hätte gerne mehr Zeit: VfL-Coach Andries Jonker. imago

"Wie schön es wäre, keine vier Tage, sondern vier Wochen zu haben. Aber die Zeit gibt es nicht, es muss schnell gehen." Das sagt Andries Jonker, der den VfL Wolfsburg vor dem Abstieg bewahren soll und den abgestürzten Werksklub mitten in der Saison schnell wieder flottmachen muss. Da lässt der Trainer nichts unversucht. Am Dienstag ließ Jonker seine Mannschaft zum internen Testspiel in der Volkswagen-Arena antreten. Team orange, eine potenzielle A-Elf, gegen Team weiß. Jonker gewann wichtige Eindrücke. "Wolfsburg gegen Wolfsburg: Alles ist zu hören, alles ist zu sehen, wir bekommen alles mit", erklärte der Coach den ungewöhnlichen Test. Auch der Trainer bewegte sich viel: Mal stand er direkt auf dem Platz und unterbrach das Spiel, dann ging er auf die Tribüne, um sich einen besseren Überblick zu verschaffen.

Dabei lieferte der Trainer bereits erste Fingerzeige für das Spiel am Wochenende bei RB Leipzig. In der vermeintlichen A-Elf stand erneut Koen Casteels im Tor, Kapitän Diego Benaglio (Hüftprobleme) konnte auch am Dienstag noch nicht wieder trainieren. Ricardo Rodriguez rückte für den verletzten Jeffrey Bruma in die Innenverteidigung an die Seite von Robin Knoche. Links spielte durchgehend Yannick Gerhardt, rechts wechselten sich Jakub Blaszczykowski und Vieirinha ab. Auf der Doppelsechs agierten Luiz Gustavo und Riechedly Bazoer, in der Offensive wie auch zuletzt in Mainz (1:1) zunächst Yunus Malli, Maximilian Arnold und Daniel Didavi hinter der Spitze Mario Gomez. Letzterer machte zwischendrin Platz für Borja Mayoral, auch Paul-Georges Ntep durfte sich auf dem linken Flügel beweisen.

Spielersteckbrief Träsch
Träsch

Träsch Christian

Spielersteckbrief Guilavogui
Guilavogui

Guilavogui Josuha

Spielersteckbrief Seguin
Seguin

Seguin Paul

Trio feiert Comeback

In der B-Mannschaft, in der die zuletzt fehlenden Josuha Guilavogui, Paul Seguin und Christian Träsch ihr Comeback feierten, verteidigten unter anderem die U-23-Spieler Hendrik Hansen, Sebastian Wimmer und Amara Condé. Von Philipp Wollscheid fehlte hingegen jede Spur. Aus gutem Grund: Der Innenverteidiger, zuletzt nur noch für die Wolfsburger Regionalligamannschaft im Einsatz, hat sich eine Adduktorenzerrung zugezogen. Das von Jonker angekündigte Gespräch mit dem in Wolfsburg unglücklichen Ex-Nationalspieler hat dennoch stattgefunden. Und war positiv, wie Jonker berichtet. "Ein gutes Gespräch", erklärt der Trainer, "ich habe mit ihm vereinbart, dass ich wieder auf ihn zukomme."

Thomas Hiete