Bundesliga

Wird Mehmedis Vorliebe zu Brekalos Pech?

Wolfsburg: Trainer Labbadia muss auf den Ginczek-Ausfall reagieren

Wird Mehmedis Vorliebe zu Brekalos Pech?

Unverzichtbare Größe im Wolfsburger Spiel: Admir Mehmedi.

Unverzichtbare Größe im Wolfsburger Spiel: Admir Mehmedi. imago

Zu Saisonbeginn waren die Rollen meist klar verteilt. Wolfsburg im 4-3-3 mit Wout Weghorst als Sturmspitze und den offensiven Außen Josip Brekalo (links) sowie Renato Steffen (rechts). Im Laufe der Hinserie stellte Trainer Bruno Labbadia jedoch auf eine Mittelfeldraute um – zum Leidwesen der Flügelspezialisten. "Es hatte nichts mit ihrer Leistung zu tun", erklärt der Coach, "aber es hat im neuen System gut funktioniert." Brekalo und Steffen hatten ihren Stammplatz fortan auf der Bank.

Nun die Rückkehr zum 4-3-3. Und die Rückkehr des Duos? Womöglich nur zur Hälfte. In der Zwischenzeit nämlich hat sich Admir Mehmedi als Offensivallrounder zur unverzichtbaren Größe im Wolfsburger Spiel gemausert – unabhängig vom System. Im 4-4-2 bewegte sich der Schweizer vom Zentrum aus in alle Richtungen, auch im 4-3-3 mit Mehmedi auf dem Flügel habe dieser laut Labbadia zumindest im Spiel nach vorne "alle Freiheiten".

Spielersteckbrief Ginczek
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Die Entscheidung "ist gar nicht so einfach"

Die Frage: Auf welcher Seite spielt Mehmedi? "Er kommt gerne über links", nennt der Trainer die Präferenz des 27-Jährigen, der somit zum Pech von Brekalo werden könnte. Dieser hatte schon schwer damit zu kämpfen, in der Hinserie seinen Platz trotz ansprechender Leistungen und Debüt in Kroatiens Nationalelf zu verlieren. Nun sei Brekalo, so Labbadia, "mit viel Power aus der Pause gekommen, er hat sich viel vorgenommen". Das gelte jedoch ebenso für Steffen. "Die Entscheidung, wer spielt und wer auf der Bank bleibt, ist gar nicht so einfach. Beide haben sich angeboten. Es sind nur kleine Unterschiede." Und so entscheidet womöglich die Vorliebe Mehmedis.

Thomas Hiete

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