Der 20-Jährige hatte Pech, als er sich bei Micouds Ecke in der 83. Minute mit Christian Poulsen zum kurz postierten Pasanen orientierte. Wäre er zurückgeblieben, hätte er vielleicht den Weg des anschließenden Torschützen Valdez noch entscheidend gestört.
Sei's drum. Pander, der sich schon im UI-Cup links in der Dreier- oder Vierer-Abwehrkette bewährte, überzeugte unterm Strich erneut: Erstaunlich abgeklärt, solide, mit guten Ansätzen im Spiel nach vorne - so präsentierte sich der Youngster. "Natürlich war ich aufgeregt, aber ich habe versucht, alles ganz normal anzugehen. Die linke Außenbahn ist ja mein Spiel."
Indirekt half ihm Trainer Heynckes, der ihn hinterher lobte, vor dem Anpfiff aber keine Extra-Ansprache gehalten hatte, die dem Neuling dessen außergewöhnliche Situation womöglich zu sehr verdeutlicht hätte. Pander: "Da ist nichts Besonderes passiert, und mein Aufgabenbereich war ja ohnehin klar." Links hinten eben.
Dort, wo Levan Kobiashvili erwartet wurde. Doch der Georgier wanderte taktisch bedingt ins Mittelfeld - die Chance für Pander, der mit Zuversicht nach vorne blickt: "Ich bin froh über jeden Einsatz, in dem ich mir Routine holen kann. Aber ich stelle keine Ansprüche." Empfehlen will er sich auf dem Platz. Nicht durch laute Sprüche.