Bundesliga

Werder-Stadionsprecher Arnd Zeigler erhält Fair-Play-Preis

Auch Juniorentrainer Wiggert in Bremen ausgezeichnet

Werder-Stadionsprecher Zeigler erhält Fair-Play-Preis

Erklärte im Derby gegen den HSV eine Regel vorbildlich: Werder-Stadionsprecher Arnd Zeigler.

Erklärte im Derby gegen den HSV eine Regel vorbildlich: Werder-Stadionsprecher Arnd Zeigler. IMAGO/Sven Simon

Zeigler, der am Freitagabend den Preis als "Fairster Profi" erhielt, hatte im Nordderby zwischen Werder und dem Hamburger SV am 7. Spieltag der vergangenen Zweitliga-Saison zur Abkühlung der aufgeheizten Atmosphäre beigetragen.

Als Marvin Ducksch für die bereits dezimierten Bremer per Freistoß zum vermeintlichen 1:1 traf, der Treffer jedoch nicht zählte, weil sich Teamkollege Mitchell Weiser in die HSV-Abwehrmauer gedrängt hatte, hatte Zeigler nach DFB-Angaben die Regel sachlich erklärt und es so geschafft, "die aufgebrachten Werder-Fans wieder zu beruhigen".

"Arnd Zeigler liebt den Fußball, deshalb hat er so gehandelt", war der langjährige Pressesprecher der Nationalmannschaft, Jens Grittner, Ende Juli in der DFB-Pressemitteilung zitiert worden. Am Ende der Saison stieg Werder trotz der 0:2-Derbyniederlage auf.

Am Freitag nahmen der 1. DFB-Vizepräsidenten Ronny Zimmermann und die zweimalige Weltmeisterin Renate Lingor die Ehrung vor. "Umfragen zeigen uns, wie wichtig es Eltern ist, dass im Fußballverein Fair Play an die Kinder vermittelt wird", so Zimmermann. "Auch deshalb verleiht der DFB jährlich seinen Fair-Play-Preis."

E-Junioren-Trainer muntert Schiedsrichter auf: "Dann machen wir einfach mit Tor weiter"

Als "Fairsten Amateur" zeichnete der DFB in Bremen außerdem E-Junioren-Trainer Mario "Willi" Wiggert von der SG Bad Schwartau aus, der vorbildlich auf einen Fauxpas eines jungen Schiedsrichters reagiert hatte.

"In seinem allerersten Spiel beging ein junger Schiedsrichter einen eklatanten Fehler", erklärte der DFB. "Nach dem Handspiel eines Kindes der SG Schwartau unterbrach er das Spiel mit einem Pfiff. Elfmeter. Doch als nur einen Moment später ein Spieler der SG Trave den Ball ins Tor schoss, erkannte der Unparteiische auf Tor und wies zur Mittellinie. Statt zu protestieren, munterte Wiggert den jungen Schiedsrichter auf: 'Alles gut, Fehler passieren, dann machen wir jetzt einfach mit Tor weiter.'"

Auch Bibiana Steinhaus-Webb, die zur Jury der bereits seit 1997 jährlich vergebenen Fair-Play-Preise gehört, hatte Wiggert Ende Juli gewürdigt: "Eine falsche Entscheidung aus den richtigen Gründen zu akzeptieren, das hat mich berührt."

jpe

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