Bundesliga

Mario Gomez im kicker-Interview über Lewandowski und Nkunku

Mario Gomez im Interview (Montagsausgabe)

"Wenn die Haaland-Nummer stimmt, wäre Lewandowskis Verhalten für mich verständlicher"

Neue Perspektive auf den Fußball: Der Technische Direktor Mario Gomez.

Neue Perspektive auf den Fußball: Der Technische Direktor Mario Gomez. Getty Images

Mario Gomez ist seit dem 1. Februar als Technischer Direktor bei RB für die Standorte Leipzig, New York und Brasilien zuständig. Auf seine ersten knapp fünf Monate in diesem Job blickt er "sehr positiv". Im Zuge der Aufgabe, strategische Ziele mit Red Bull Soccer umzusetzen, sollen "unsere Maßnahmen dazu dienen, dass wir den Mehrwert, den wir durch die unterschiedlichen Kulturen und Entwicklungsstufen in den drei Klubs haben, besser nutzen können".

Der 36-Jährige selbst will dabei "Kräfte miteinander verbinden", auf seinem Tisch landen die sportlichen Themen. Bezogen auf RB Leipzig erlebte er mit dem Pokalsieg als krönendem Saisonabschluss einen Start nach Maß.

Nkunku? "Ein unfassbar genialer Spieler"

Beim Blick auf die Leipziger Zukunft hält Gomez insbesondere die Vertragsverlängerung von Christopher Nkunku für bedeutend. "Christos Verbleib ist ein absolutes Signal, dass wir den nächsten Step gegangen sind. Wir haben den ersten Titel gewonnen und einen absoluten Führungsspieler gehalten", sagt er. "Christo ist ein unfassbar genialer Spieler. Man schaut ihm einfach gerne zu."

Mané? "Ich bin gespannt, was mit Lewandowski passiert"

Während Leipzig mit Nkunku verlängert hat, hat der FC Bayern mit Sadio Mané einen neuen Star in die Bundesliga geholt. "Man kann Bayern dazu nur beglückwünschen", sagt Gomez. "Mané ist ein Wahnsinnsspieler mit einzigartigen Fähigkeiten, soll charakterlich einwandfrei sein, stellt sich komplett in den Dienst der Mannschaft." Beim Blick auf den Transfer ist der ehemalige Nationalstürmer, der in 78 Länderspielen für Deutschland 31 Tore schoss, "gespannt, wo und in welcher Konstellation Mané bei den Bayern spielen wird und was mit Lewandowski passiert".

Zur Situation rund um Robert Lewandowski führt Gomez aus: "Er hat sich sehr klar für einen Wechsel positioniert, so klar wie wohl selten ein Bundesligaspieler. Ich weiß ja nicht, ob die Haaland-Nummer stimmt, ob die Bayern tatsächlich mit ihm verhandelt haben. Wenn es stimmt und Lewandowski das indirekt mitbekommen hat, würde es sein Verhalten für mich zumindest verständlicher machen. Sonst nicht."

In der Printausgabe am Montag (und hier ab Sonntagabend im eMagazine) lesen Sie das dreiseitige Interview mit Mario Gomez. Darin geht er auf seine Aufgaben und Ziele als Technischer Direktor ein, erklärt, dass mittlerweile sehr effizient reisen und packen kann, spricht über die Standorte Leipzig, New York und Brasilien und äußert sich zu den Chancen der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Katar.

oha, dr

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