Bundesliga

Wechsel nach St. Louis: Löwen bringt Hertha eine Million Euro

Der Mittelfeldspieler unterschreibt für viereinhalb Jahre

Wechsel nach St. Louis: Löwen bringt Hertha eine Million Euro

Über den Atlantik: Eduard Löwen.

Über den Atlantik: Eduard Löwen. IMAGO/RHR-Foto

Löwen hat beim neuen Franchise der Major League Soccer nach kicker-Informationen einen Viereinhalbjahresvertrag bis 31. Dezember 2026 unterschrieben mit einer Option für ein weiteres Jahr bis Ende 2027. Die von St. Louis offerierte Vertragslänge war dem Vernehmen nach ein wichtiger Faktor für Löwen, mit dem sich zuletzt auch der VfB Stuttgart und ein französischer Klub beschäftigt hatten.

Der ehemalige deutsche U-21-Nationalspieler beschert Hertha, wo er noch einen Vertrag bis 2024 besaß, eine Sockelablöse von einer Million Euro. Den Medizincheck in St. Louis soll Löwen im Juli absolvieren, wenn seine Einreiseerlaubnis gültig ist. Zuerst hatte das Portal "transfermarkt.us" über den bevorstehenden Transfer berichtet.

Zu Pfannenstiel und Bürki

In der vergangenen Saison war der Mittelfeldspieler an den VfL Bochum verliehen (26 Bundesligaeinsätze, zwei Tore), aus wirtschaftlichen Gründen hatte der VfL auf eine Kaufoption im Leihvertrag mit Hertha verzichtet. Es war die zweite Leihe für Löwen nach dem Abstecher zum FC Augsburg (Januar bis Oktober 2020). Hertha hatte Löwen im Sommer 2019 für sieben Millionen Euro vom 1. FC Nürnberg geholt. In seinen zwei Anläufen in Berlin konnte er sich nicht durchsetzen.

Seine Hertha-Zeit fasste er mal in dem ebenso treffenden wie prägnanten Fazit zusammen: "Ich habe keine richtige Chance bekommen." Jetzt geht es nach St. Louis, wo der deutsche Sportdirektor Lutz Pfannenstiel mittlerweile ein Quintett ehemaliger Bundesliga-Spieler vereint hat. Vor Löwen waren bereits Roman Bürki (Borussia Dortmund), Joakim Nilsson (Arminia Bielefeld), Joao Klauss (TSG Hoffenheim) und Tomas Ostrak (1. FC Köln) gekommen.

Steffen Rohr, Michael Pfeifer

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