2. Bundesliga

DFB erklärt Gelb für Notbremse: Wasser auf Mühlen der VAR-Kritiker

Kommentar zur Schiedsrichter-Diskussion in Würzburg

Wasser auf die Mühlen der Kritiker des Videobeweises

Das Foul von Nürnbergs Mühl (re.) an Würzburgs Munsy war eine Notbremse.

Das Foul von Nürnbergs Mühl (re.) an Würzburgs Munsy war eine Notbremse. imago images

Seine Faszination bezieht der Fußball unter anderem aus dem Umstand, dass es sich um eine im Kern einfache Sportart handelt. Dass es im Detail dennoch sehr kompliziert zugehen kann, erhöht indes seinen Reiz. Meistens, aber nicht immer.

Siehe die Begründung des DFB, warum bei dem Spiel der Würzburger gegen den 1. FCN am Sonntag in der Szene zwischen dem Kickers-Stürmer Ridge Munsy und dem Nürnberger Verteidiger Lukas Mühl in der 19. Minute der VAR zu Recht nicht eingegriffen hat. Die Kamerabilder hätten keinen Beweis geliefert, dass Munsy vor dem Nürnberger Keeper Christian Mathenia an den Ball gekommen wäre. Nun ja, das kann man auch komplett anders bewerten.

Der kicker kam im Originaltempo sofort zu dem Schluss, Verhinderung einer klaren Torchance, sprich Notbremse, und damit Rot statt Gelb für Mühl - und sah sich dann bei der Ansicht der TV-Bilder bestätigt.

Dass die oberste Leitung der deutschen Schiedsrichtergilde dem kicker recht gibt und meint, dass Rot für den Schiedsrichter auf dem Platz die bessere Entscheidung gewesen wäre, macht das ganze kurios. Der Schiedsrichter lag also falsch, es war aber richtig, dass er nicht die Chance nutzte, sich der für nicht gerade wenig Geld eingeführten Video-Kontrolle zu bedienen? Unabhängig davon, ob er sich dann korrigiert hätte oder nicht, verstehen muss, nein, kann man das nicht.