Bundesliga

Vogt: "Solche Spieler gehören lebenslang gesperrt!"

Hoffenheims Kapitän zu Attacken auf Schiedsrichter

Vogt: "Solche Spieler gehören lebenslang gesperrt!"

Kevin Vogt

Wünscht sich mehr Ehrlichkeit zwischen Spielern und Schiedsrichtern: Kevin Vogt. picture alliance

"Im Austausch ist es oft nicht leicht für den Schiedsrichter, die Ruhe zu bewahren, wenn drei Spieler zu ihm rennen", weiß der Kapitän der Kraichgauer, angesprochen auf die Vorbildfunktion des Profifußballs. Die hatte zuletzt gewiss auch gelitten, gerade nach dem Check des Frankfurter Verteidigers David Abraham gegen Freiburg-Trainer Christian Streich. "Darüber wurde genug geredet, der Spieler hat seine Strafe bekommen. Dass es nicht geht, ist klar."

Der Argentinier war bis Jahresende gesperrt worden, diese Woche wird der Fall nach dem Einspruch der Eintracht vor dem DFB-Sportgericht verhandelt.

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Attackiert ein Fußballer einen Schiedsrichter, wie zuletzt wiederholt im Amateurbereich geschehen, fordert Vogt weitaus drastischere Maßnahmen: "Das ist nicht zu tolerieren! Solche Spieler gehören lebenslang gesperrt, die haben im Fußball nichts verloren."

Insgesamt wirbt der Abwehrchef, der selbst als diskussionsfreudig gilt, im Diskurs für mehr Ehrlichkeit zwischen Kickern und Referees: "Es kommt immer auf die Kommunikation an. Natürlich sind wir als Spieler mal zu impulsiv, dasselbe gilt aber auch für den ein oder anderen Unparteiischen. Beide Parteien können dafür sorgen, dass es nicht immer so ausartet."

Die Frage aber lautet: Wie? "Indem man ruhig bleibt und sein Handeln immer wieder selbst überprüft. Ich war auch schon zu emotional, dann sagte der Schiedsrichter: 'Kevin, sei mir nicht bös', mir unterläuft auch mal ein Fehler.' Meine Emotion gegen ihn war komplett weg, weil er mir den Wind aus den Segeln nahm."

Welcher Schiedsrichter in Vogts Augen sehr gut kommuniziert, wie Neu-Trainer Alfred Schreuder die TSG-Truppe nach holprigem Start gepackt hat und warum der DFB-Pokal für Hoffenheim trotz der hohen Hürde FC Bayern im Achtelfinale ein Ziel ist, lesen Sie im großen Interview in der Montagsausgabe des kicker.

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