2. Bundesliga

Thorandt: Ohne Panik gegen die Statistik

St. Pauli: Gegen Braunschweig unter Druck

Thorandt: Ohne Panik gegen die Statistik

Markus Thorandt

Bleibt auch in der derzeitigen Situation gelassen: Markus Thorandt. picture alliance

Schwarz sehen will Trainer Thomas Meggle, der noch für ein Spiel gesperrt ist, trotz der prekären Situation nicht. "Wir müssen das Positive in den Fokus rücken", meint der Coach, davon will er "speziell in der ersten Halbzeit" der Partie in Aue etwas gesehen haben. Gemeint haben kann er aber nur die Offensivabteilung, die Viererkette dagegen präsentierte sich nicht zweitligareif. "Wenn wir im letzten Drittel solche Fehler machen, bekommen wir Probleme", meinte Timo Schultz, der Meggle auch gegen die Eintracht an der Seitenlinie vertritt.

Vielleicht können da die zuletzt angeschlagenen Enis Alushi und Jan-Philipp Kalla wieder eingreifen und dem Gesamtgebilde Stabilität verleihen. "Aufgrund der Belastung der englischen Woche müssen wir jedoch schauen, inwiefern wir bei ihnen ein Risiko eingehen", meinte Meggle. Schauen muss er auch bei Thorandt, der "gestern vorsichtshalber mit dem Training aussetzte". Doch unabhängig davon, wer letztlich zur Verfügung steht, meinte Meggle: "Wir nehmen die Situation, so wie sie ist. Wir werden nicht jammern. Das kostet nur unnötig Energie."

Wir wollen am Dienstag die Null halten. Das ist die Basis unseres Spiels. Dazu muss es uns vorne gelingen, die Tore zu schießen.

Trainer Thomas Meggle mit Blick auf das Braunschweig-Spiel

Die benötigen die "Kiez-Kicker", denn die Startbilanz mit nur einem Sieg und einem Unentschieden nach sechs Spieltagen lässt den Verein hellhörig werden: Erst zweimal zuvor startete St. Pauli so oder noch schwächer, sowohl 1984/85 (1/1/4) als auch 2002/03 (1/0/5) stand am Ende der Abstieg. "Es ist noch zu früh, vom Abstiegskampf zu sprechen", meint Torhüter Philipp Tschauner. Ein Sieg gegen Braunschweig könnte das Gerede erst einmal verstummen lassen. Dazu will Meggle mit seinem Team gegen den Bundesliga-Absteiger "agieren, um sie nicht ins Spiel kommen zu lassen".