Bundesliga

Streich: "Egal, wenn die Bundesliga nicht die beste in Europa ist"

Freiburgs Trainer zu Gast bei "kicker meets DAZN"

Streich: "Wenn die Bundesliga nicht die beste Liga in Europa ist, ist mir das völlig egal"

Freiburgs Trainer Christian Streich

Gesprächspartner im Podcast "kicker meets DAZN": Freiburgs Trainer Christian Streich. imago images

Die erste Hürde konnte der SC Freiburg im DFB-Pokal nehmen, das schwierige Spiel bei Waldhof Mannheim entschieden die Breisgauer mit 2:1 für sich. Coach Christian Streich konnte anschließend "gut schlafen", wie er verriet. Ebenso bestätigte er aber auch, dass sein Schlaf "je nach Phase der Saison variiert".

Folglich dürfte das auch 2020/21 so sein - und ein Punkt bereitet dem erfahrenen Trainer bereits jetzt wenig Freude. Der dichte Terminplan. "Dass es keine Winterpause gibt, ist schlecht", sagt Streich: "Da leidet auch die Qualität, da bin ich überzeugt davon."

Als die Stadien leer waren, konnte man direkt Einfluss nehmen. Das ist auch angenehm.

Christian Streich

Die (teilweise) Rückkehr der Fans in die Stadien begrüßt Streich zwar ausdrücklich ("Na klar ist es viel besser"), aber er weiß auch, dass dies Nachteile haben kann. So wird die Kommunikation zwischen Trainer und Spielern wieder erschwert. "Als die Stadien leer waren, konnte man direkt Einfluss nehmen. Das ist auch angenehm, wenn man direkt mit den Spielern kommunizieren kann. Das wird jetzt wieder weniger gut möglich", so Streich, "aber zum Glück waren Zuschauer da".

Die Rückkehr der Fans habe aber auch Auswirkungen auf das Spiel an sich, dieses würde "ein bisschen hektischer" werden, weil der "Einfluss der Zuschauer zu Hause nicht zu unterschätzen ist". Bei "Top-Mannschaften" sei das aber nicht der Fall, "oder ganz selten".

Bundesliga nicht die beste Liga? Streich ist's egal

In der Tatsache, dass im Sommer Top-Spieler wie Kai Havertz, Timo Werner oder Kevin Volland die Bundesliga verlassen haben, sieht Freiburgs Trainer Christian Streich "kein Problem. Ich finde unsere Bundesliga gut - und wenn sie nicht die beste Liga ist in Europa, dann ist mir das völlig egal. Solange sie unseren Möglichkeiten hier entsprechend richtig guten Fußball zeigt."

Kritik an den Entwicklungen im Fußball

Eine klare Haltung hat Streich auch im Hinblick auf Klubbesitzer. "Ich will keine Vereine, die an Eigentümer verkauft werden. Ich finde, ein Verein darf nicht nur einem Menschen gehören", so der Trainer, der aber auch deutlich machte, dass er "eine andere Sichtwese auch nachvollziehen" könne.

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Den modernen Fußball und dessen Entwicklung sieht Streich ohnehin kritisch. "Überall soll mitverdient werden, überall geht es ums Business. Dann werden immer noch mehr Spiele und noch mehr Wettbewerbe gemacht, damit so viel möglich ausgepresst werden kann", sagte der Trainer und wies darauf hin, dass dies eben "unsere Zeit" ist. "Bis irgendwann mal die Luft vielleicht raus ist."

Für ihn selbst gehe es aktuell jedoch zuallererst um die neue Saison, wie er deutlich machte: "Ich denke von Jahr zu Jahr. Es geht um die Saison und wir brauchen unsere ganze Energie, um gut Fußball zu spielen."

Im Podcast spricht Streich darüber hinaus über seinen Umgang mit Spielern und Mitarbeitern, Pausenansprachen, persönliche Arbeitsweisen, wechselwillige Profis und vieles mehr.

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