2. Bundesliga

St. Pauli: Darum hielt Bornemann an Luhukay fest

Derby-Sieg als Wendepunkt

St. Pauli: Darum hielt Bornemann an Luhukay fest

Andreas Bornemann & Jos Luhukay

Andreas Bornemann & Jos Luhukay imago images

Anfang Dezember war St. Pauli mehr als zwei Monate sieglos (0/3/5) und stand nach dem 16. Spieltag mit nur noch einem Punkt Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz und punktgleich mit dem Relegationsrang an der äußersten Kante des rettenden Ufers. Ähnlich kritisch laß sich die Tabelle auch Mitte Februar. Der FCSP holte in den vier Spielen nach der Winterpause nur zwei von zwölf möglichen Punkten (0/2/2) und hatte nach dem 22. Spieltag als 14. erneut nur zwei Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge.

Dann aber kam die Wende: Die Kiez-Kicker gewannen das Hamburger Stadt-Derby beim HSV mit 2:0, legten mit einem 3:1 gegen den VfL Osnabrück am Millerntor nach und verabschiedeten sich mit einem 2:2 beim SV Sandhausen als seit drei Runden ungeschlagene Mannschaft in die Corona-Pause. "Aus sportlichen Gesichtspunkten hätten wir natürlich gerne weitergespielt", kommentierte Bornemann im kicker-Interview die Unterbrechung zur Unzeit, denn: "Wir waren auf einem stabilen Weg."

FC St. Pauli - Vereinsdaten
FC St. Pauli

Gründungsdatum

15.05.1910

Vereinsfarben

Braun-Weiß

Trainersteckbrief Luhukay
Luhukay

Luhukay Jos

Volle Überzeugung: Luhukay bleibt

Dass auf diesem Weg immer noch Jos Luhukay als Trainer auf der Bank saß, lag daran, dass auf St. Pauli nicht die üblichen Mechanismen griffen. "Wir sind alle von der Richtigkeit unserer Entscheidung überzeugt", so Bornemann. "Es ging ja auch im Februar nicht um Treue- oder Lippenbekenntnisse, sondern um Überzeugung. Wir waren uns sehr sicher, dass wir unsere Probleme nicht durch einen Trainerwechsel gelöst bekommen, sondern dass wir inhaltliche Lösungen brauchen."

Es war eine totale Klarheit im Verein.

Andreas Bornemann

Also hielt Bornemann auch während der sportlichen Talfahrt an Luhukay fest. "Er hat große Erfahrung mit vergleichbaren Situationen und ist einfach inhaltlich sehr stark. Jos ist in dieser Phase sehr ruhig geblieben, er hat sich damit auseinandergesetzt, wie er die Situation gedreht bekommt - und nicht damit, wie er seinen Job reettet oder damit, was nun für seine Karriere richtig ist. Und sicher hat es ihm auch geholfen, dass er Rückhalt gespürt hat. Den gab es in allen Gremien, es war eine totale Klarheit im Verein.

Kampf gegen den Abstieg und die Corona-Krise

Mittlerweile ist der FCSP wieder auf Rang elf geklettert und hat das Polster zu einem direkten Abstiegsplatz auf sechs Punkte vergrößert. Bornemanns Aufgaben aber sind in der Zwischenzeit nicht einfacher geworden. Zusätzlich zum sportlichen Kampf um den Klassenerhalt gilt es nun auch, der Corona-Krise zu trotzen. "Nicht mit beiden Füßen auf die Bremse treten", empfiehlt der Sportchef, der optimistisch in die Zukunft blickt.

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cru

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