2. Bundesliga

Darmstadt 98: Aaron Seydels kuriose Verletzung

Darmstadt fehlen zwei Stürmer in Paderborn

Seydels kuriose Verletzung

Fällt aktuell aus: Darmstadts Aaron Seydel.

Fällt aktuell aus: Darmstadts Aaron Seydel. IMAGO/Zink

Was Oscar Vilhelmsson kann, hat er bei seinen wenigen Einsätzen in dieser Saison bereits angedeutet. Gegen Braunschweig erzielte der 18 Jahre alte Schwede mit einem abgezockten Lupfer den Treffer zum 1:0-Auswärtserfolg. Im Spiel danach holte er einen Elfmeter heraus. Doch einen großen Teil der Saison fehlte er wegen eines Bänderrisses und später einer Kapselverletzung. Beides hat er inzwischen auskuriert. Doch nun verhindert ein Infekt einen Einsatz im Spiel beim SC Paderborn.

In der Karriere von Aaron Seydel waren Verletzungen ein häufiger Begleiter. Im Sommer erkrankte er zudem an einer Hirnhautentzündung, verbrachte zehn Tage im Krankenhaus. Nachdem er sich wieder an die Mannschaft herangekämpft und gegen Kaiserslautern sogar den wichtigen Ausgleich erzielt hatte, erlitt er nun einen leichten Muskelfaserriss. Den hat er sich kurioserweise beim Dehnen zugezogen, wie sein Trainer Torsten Lieberknecht sagte.

Drei Ex-Paderborner in den Reihen der Lilien

Ein kleines Fragezeichen steht hinter Klaus Gjasula, der zuletzt zwei intensive Spiele mit der albanischen Nationalmannschaft absolviert hatte und erst am Mittwochabend in Darmstadt zurückerwartet wurde. "Dann werden wir sehen, wie er sich fühlt", sagt Lieberknecht. "Aber er droht zumindest nicht auszufallen - erstmal."

Für den 32 Jahre alten Defensivspieler wäre es ein Wiedersehen mit seinem Ex-Verein, für den er zwischen 2018 und 2020 mit dem Aufstieg und einem Jahr in der Bundesliga seine bislang erfolgreichste Zeit als Profi hatte. Auch Angreifer Phillip Tietz und Mittelfeldspieler Tobias Kempe standen dort schon unter Vertrag.

Pingpong mit der Favoritenrolle

Darmstadt reist als Tabellendritter zum Zweiten Paderborn. Die Favoritenrolle spielt man sich dabei im Pingpong gegenseitig zu. Nachdem Paderborns Kapitän Ron Schallenberg vor wenigen Tagen erklärt hatte, für ihn sei Darmstadt die stärkste Mannschaft der Liga, sagte Lieberknecht am Mittwoch, für ihn sei Paderborn "momentan die stärkste Mannschaft der 2. Liga".

Während sich Lieberknecht von der Variabilität und der Offensivstärke des Gegners beeindruckt zeigte, machte er aber auch eine mögliche Schwäche aus. In der Defensive könne man dem Gegner vielleicht wehtun. Entscheidende sei jedoch, dass seine eigene Mannschaft "eine teamfähige Leistung" auf den Platz bringe.

Stephan Köhnlein

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