Bundesliga

Schwarz: "Über Ziele reden? Es geht ums Machen"

Vorstellung des neuen Hertha-Trainers

Schwarz: "Über Ziele reden? Es geht ums Machen"

Hat ab Montag offiziell das sportliche Sagen bei Hertha: Der neue Coach Sandro Schwarz.

Hat ab Montag offiziell das sportliche Sagen bei Hertha: Der neue Coach Sandro Schwarz. IMAGO/Matthias Koch

Der neue Trainer der Herthaner benutzte bei seiner ersten Pressekonferenz, die er zusammen mit Geschäftsführer Fredi Bobic am Montagvormittag abhielt, besonders häufig zwei Worte - "fleißig" und "geschlossen". Dem Hauptstadtklub steht nichts weiter als ein weiterer Neuanfang bevor.

Sandro Schwarz über ...

... die Zeit, seitdem klar war, dass er Hertha-Trainer wird: "Es gab einen Ortswechsel, das hatte wenig mit Urlaub zu tun. Ich habe in den vergangenen zwei Wochen viele Mitarbeitergespräche via Zoom geführt. Es war mir wichtig, alle kennenzulernen. Natürlich gab es auch schon Gespräche mit Fredi Bobic und Dirk Dufner über den Kader. Seit Samstag bin ich fest in Berlin."

... den Reiz bei Hertha: "Es gab ein persönliches Gespräch mit Fredi Bobic über die Art und Weise, wie der Verein Fußball spielen will. Das hat sich gedeckt mit unseren Vorstellungen und so stellte sich schnell ein gutes Gefühl ein. Ich freue mich sehr auf diesen Neuanfang."

Schon in der Relegation "Hertha-Fan"

... den Zustand des Kaders zum jetzigen Zeitpunkt: "Wir wissen um die Situation, dass es viele Leihspieler gibt. Der Kader hat auf jeden Fall Geschwindigkeit und kann aktiv verteidigen und auch spielen. Das hat das Rückspiel in der Relegation in Hamburg gezeigt. Klar ist, dass es nicht um Wünsche geht, sondern darum, was realistisch machbar ist. Ich bin ein großer Freund sich auszutauschen, jetzt geht es aber erstmal darum, sich einen Überblick zu verschaffen. Wir behandeln alle, die hier sind, als Hertha-Spieler. Es gibt Lob, wenn etwas gut läuft und Kritik, wenn es nicht so rund läuft. Die Kadergestaltung bleibt ein dynamischer Prozess."

Schwarz über die Relegation, Herthas "geiles" Auftaktprogramm und seinen Stil

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... die Relegationsspiele zwischen Hertha und dem HSV: "Ich habe beide Spiele als Hertha-Fan verfolgt. Wie gesagt, gerade das Rückspiel war sehr beeindruckend, mit welcher Intensität die Mannschaft in einem Druckspiel funktioniert hat. Der Ausgang der Relegation hatte dabei keine Auswirkung auf meine Entscheidung, ich wollte diese Herausforderung in Berlin ligaunabhängig angehen."

... ein mögliches Telefonat mit Vorgänger Felix Magath: "Nein, das gab es nicht. Wir haben jetzt fünf Wochen Zeit, um das Team selbst kennenzulernen. Ich wollte unvoreingenommen in die Sache reingehen."

Ich bin ein sehr ordnungsliebender Mensch mit klaren Abläufen, nicht nur beim Fußball.

Sandro Schwarz

... den Stil, den er Hertha verpassen will: "Ich bin ein sehr ordnungsliebender Mensch mit klaren Abläufen, nicht nur beim Fußball. Es wird Wochenpläne und Monatspläne geben, natürlich mit dem letzten Vermerk 'Unter Vorbehalt'. Auf dem Platz will ich das sehen, was wir an der Videowand vorgeben - im Training und am besten dann auch in den Wettkampfspielen. Meine Mannschaft soll sehr aktiv und mutig nach vorne und gut strukturiert gegen den Ball sein. Außerhalb des Platzes geht es darum, sehr geschlossen aufzutreten."

... über den Bundesliga-Start gegen Union Berlin: "Leute, geiles Spiel. Gleich ein emotionales Derby, da gilt es ab jetzt fleißig zu sein, um dann voll bereit zu sein. Das gilt übrigens auch schon für das Pokalspiel in Braunschweig eine Woche vorher- das ist ein anspruchsvolles Programm."

Sandro Schwarz und Fredi Bobic

Erste gemeinsame Pressekonferenz: Sandro Schwarz und Fredi Bobic. IMAGO/Metodi Popow

... das Saisonziel: "Ich wäre zufrieden, wenn unsere Fans sehen, dass wir unabhängig vom Trikot wie eine Hertha-Mannschaft spielen. Dafür müssen wir in den anstehenden Athletik-Einheiten fleißig sein und intensiv arbeiten. Ansonsten will ich nicht groß über Ziele sprechen, für uns geht es ums Machen, geschlossen und mit hoher Leistungsbereitschaft."

Serdar ist krank und warum Voronin keine Option war

... über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit seinem Dynamo-Moskau-Assistenten Andrej Voronin: "Die Konstellation ist hier anders. Vedad Ibisevic ist seit einem Jahr hier in dieser Rolle und wir wollen mit ihm weitermachen. Ich hatte mit Andrej in Moskau eine herausragende Zusammenarbeit, wir sind Kollegen und Freunde, aber für Herthas Gegenwart haben wir das nun anders entschieden."

... über Suat Serdar: "Ich kenne ihn, seitdem er 17 ist und wir in Mainz im U-Bereich zusammengearbeitet haben.  Er ist sehr aggressiv, sehr aktiv, bei ihm geht es darum, dass er sein Potenzial verlässlich abruft. Leider muss er aktuell erstmal gesund werden, er hat seit Sonntag Fieber."

bst

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