Bundesliga

Schaaf beurlaubt - Stendel übernimmt

Hannover trennt sich von Trainer

Schaaf beurlaubt - Stendel übernimmt

Seine Zeit in Hannover ist abgelaufen: Thomas Schaaf wurde beurlaubt.

Seine Zeit in Hannover ist abgelaufen: Thomas Schaaf wurde beurlaubt. Getty Images

Nach dem 0:3 am Samstag im Keller-Duell gegen den Hamburger SV trafen sich 96-Boss Martin Kind, Geschäftsführer Martin Bader und eben Thomas Schaaf, um die Lage zu erörtern. Nach "langen und intensiven Analysen", wie es in der Pressemitteilung des Tabellenletzten lautet, kam man zu dem Entschluss, Schaaf von seinen Aufgaben als Cheftrainer der Lizenzspielmannschaft zu entbinden.

"Wir haben uns die Entscheidung ganz bestimmt nicht leicht gemacht. Thomas ist seiner Arbeit immer sehr akribisch und zielorientiert nachgegangen. Er hat zusammen mit seinem Trainerteam alle Möglichkeiten ausgeschöpft, positive Ergebnisse mit der Mannschaft zu erzielen. Das ist leider nicht gelungen", erklärte Bader den Schritt. Neben Schaaf müssen auch die Co-Trainer Wolfgang Rolff und Matthias Hönerbach ihre Posten räumen.

Trainersteckbrief Schaaf
Schaaf

Schaaf Thomas

Trainersteckbrief Stendel
Stendel

Stendel Daniel

Spiel & Vorgeschichte

Schaaf hatte das Ruder in Hannover kurz vor Weihnachten übernommen und wollte das sinkende Schiff mit einem "Schuss Idealismus und Überzeugung" wieder in sichere Gewässer führen. Die Entwicklung ging aber in eine völlig andere Richtung: Zehn Niederlagen aus elf Spielen sorgten dafür, dass Hannover 96 sechs Spieltage vor Schluss mit zehn Punkten Rückstand auf das rettende Ufer kaum mehr reelle Chancen auf den Klassenerhalt hat.

Wir versuchen, mit dem Wechsel auf der Trainerposition noch einmal einen neuen Impuls zu geben.

96-Geschäftsführer Martin Bader

Bereits vor einigen Tagen hatten die Niedersachsen bekannt gegeben, dass Schaaf die Mannschaft in der 2. Bundesliga nicht betreuen würde. "Wenn wir unsere Ziele nicht erreichen, ist es besser, einen Neuanfang zu machen. Wichtig ist dann, dass ein Trainer kommt, der nicht vorbelastet ist", hatte Schaaf diese Entscheidung begründet. Nun wurde dieser Schritt auch aufgrund der sportlichen absolut nicht zufriedenstellenden Entwicklung vorgezogen. "Nach der zehnten Niederlage im elften Spiel sind wir daher zu dem Entschluss gekommen, dass wir so die Saison nicht beenden wollen und versuchen, mit dem Wechsel auf der Trainerposition noch einmal einen neuen Impuls zu geben", sagte Bader, ohne sich dabei aber irgendwelchen Träumereien hinzugeben: "Der Klassenerhalt ist bei zehn Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz nur noch sehr theoretisch möglich."

drm

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