Bundesliga

FC Augsburg: Richter-Wechsel nach Köln vom Tisch

Augsburg: Caligiuri und Vargas haben wohl die Nase vorn

Richter-Wechsel nach Köln endgültig vom Tisch - Hahns starkes Jubiläum

Marco Richter, André Hahn (re.)

Vor dem Liga-Start im Fokus: Marco Richter und André Hahn. picture-alliance/imago images

Als Hahn am Samstag zur Halbzeit eingewechselt wurde, hatte der FCA die Partie mit einer 2:0-Führung bereits in die richtige Richtung gelenkt. Der Oberligist wurde immer müder - und Hahn gab mächtig Gas: Er holte einen Elfmeter heraus, bereitete zwei Tore vor und schoss eines selbst. Vier Ausrufezeichen des Einwechselspielers. Nur am letzten Treffer war Hahn beim 7:0 nicht beteiligt. "Zum Ende hat er ein bisschen nachgelassen", scherzte Heiko Herrlich.

Ganz ernst meinte der Trainer hingegen das Lob für den Flügelspieler: "Andrés Mentalität ist so, dass man sich immer auf ihn verlassen kann. Die Mannschaft weiß, was sie an ihm hat." Nach einer unbefriedigenden Saison als Reservist mit nur einem Tor bei 15 Einsätzen befindet sich der 30-Jährige aktuell im Aufwind. Herrlich attestiert ihm "eine sehr gute Vorbereitung".

Große Konkurrenz auf den Außenbahnen

Im Kampf um einen Stammplatz wird es für Hahn trotzdem eng, die Konkurrenz auf den Außenbahnen ist groß. Zum Start dürften Neuzugang Daniel Caligiuri rechts und Ruben Vargas links die Nase vorne haben. Wie Hahn punktete auch Fredrik Jensen im Pokal mit einem Doppelpack als Joker. Mit Marco Richter hat Herrlich zudem noch eine Option für die Offensive in der Hinterhand. Das Eigengewächs arbeitet nach einer Sprunggelenkverletzung an seinem Comeback.

Trotz verbesserter Offerte: Richter geht nicht nach Köln

Ein Wechsel Richters zum 1. FC Köln ist mittlerweile endgültig vom Tisch. Zwar soll Köln seine Offerte noch einmal nachgebessert und letztlich rund sieben Millionen Euro für den 22-Jährigen geboten haben. Der FC lag damit aber immer noch unterhalb der Augsburger Ablösevorstellungen, die dem Vernehmen nach im zweistelligen Millionenbereich liegen. Am Freitag hatte Herrlich bereits betont, dass er Richter (Vertrag bis 2023) nicht abgeben möchte.

David Bernreuther