Bundesliga

Prömel: "Das Fußballgeschäft ist so"

Ex-Unioner über TSG-Wechsel und Ziele

Prömel: "Das Fußballgeschäft ist so"

Grischa Prömel (li.) hat hohe Ziele mit seinem neuen Verein.

Grischa Prömel (li.) hat hohe Ziele mit seinem neuen Verein. IMAGO/foto2press

Die Ambitionen des Vereins seien ein Hauptgrund für die Rückkehr in den Kraichgau gewesen, sagte Prömel beim Trainingsauftakt der TSG am Sonntag. "Ich wollte noch eine neue Herausforderung nach fünf wunderschönen und erfolgreichen Jahren in Berlin. Ich sehe da die TSG als genau den richtigen Schritt. Ich bin gekommen, um Spiele zu gewinnen", führte der Mittelfeldspieler aus, der schon zwischen 2013 und 2015 das Hoffenheimer Dress trug. Über den Karlsruher SC und den 1. FC Union reifte der 27-Jährige schließlich zum Bundesliga-Profi, bei den Köpenickern war er neben seinen gestalterischen Fähigkeiten durchaus auch als Führungsfigur geschätzt.

Dass Prömel sich nach starken Jahren in der Hauptstadt nochmal neu beweisen möchte, dürfte ganz in Hopps Sinne sein. Der Software-Milliardär hatte bereits vergangenes Jahr auf der Mitgliederversammlung angekündigt, die Top-Sechs wieder angreifen zu wollen. Zuletzt hatte Hopp auch im Klubmagazin nach zwei kaum zufriedenstellenden Saisons, die mit den Plätzen elf und neun geendet waren, angekündigt, keinen Stein auf dem anderen zu lassen. Nach der vergangenen Spielzeit trennte sich der Emporkömmling von Trainer Sebastian Hoeneß. Mit dem 40-Jährigen lag die TSG zwischenzeitlich auf Kurs "internationales Geschäft", letztlich aber verspielte die besonders in der Breite gut aufgestellte Truppe eine exzellente Ausgangsposition. Nun soll der Angriff aufs obere Drittel mit Neu-Coach Andre Breitenreiter gelingen.

Und eben mit Prömel, der auch ein wenig wehmütig zurückblickt: "Union war bislang die schönste Zeit meiner Karriere. Das Fußballgeschäft ist so: Man hat Lust auf neue Aufgaben, will sich neu beweisen." Den mit den Berlinern 2021/22 erreichten, fünften Rang würde der zentrale Mittelfeldmann, der als Sechser und Achter agieren kann, wohl auch bei der TSG mitnehmen. Doch die starke Saison mit Union, Qualifikation für die Europa League inklusive, ist für Prömel kein Grund, sich auf den Lorbeeren auszuruhen: "Das ist alles Vergangenheit, es geht von vorne los." Mit ambitionierter Zielsetzung.

Benni Hofmann

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