Bundesliga

Obraniak bereitet Sorgen, Fritz macht Freude

Bremen: Junuzovic gibt die Marschrichtung vor

Obraniak bereitet Sorgen, Fritz macht Freude

Einsatz gefährdet: Bremens Ludovic Obraniak, rechts gegen den Mainzer Geis, laboriert an einer Wadenverletzung.

Einsatz gefährdet: Bremens Ludovic Obraniak, rechts gegen den Mainzer Geis, laboriert an einer Wadenverletzung. picture alliance

Polens Nationalspieler Obraniak erlitt im Training eine Muskelverhärtung in der linken Wade und wird an der Abschlusseinheit nicht mitwirken können, wie der SV Werder am heutigen Freitag mitteilte. Ob der Mittelfeldspieler in München auflaufen kann, entscheidet sich kurzfristig.

Wieder mit von der Partie ist dagegen Zlatko Junuzovic, der seine Gelb-Sperre verbüßt hat. "Wir müssen sehr viel Laufbereitschaft an den Tag legen und dem Ball hinterherjagen. Außerdem müssen wir mit Mut und Risiko agieren und dürfen uns nicht verstecken'", gibt der Mittelfeldspieler die Marschrichtung vor.

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Die Bremer haben noch einiges gutzumachen. In der Hinrunde kassierten die Hanseaten eine 0:7-Packung auf eigenem Platz gegen den deutschen Rekordmeister. "Wir werden versuchen, in München erfolgreich zu sein und den Bayern sportlich weh zu tun", sagt Trainer Dutt. Sein Team müsse "die maximale Leistung abrufen", um mit Zählbarem belohnt zu werden. "Wir müssen versuchen, in die Zweikämpfe zu kommen, damit sie ihr Spiel gar nicht erst aufziehen können. Und dann brauchen wir einfach den Mut zum Angriff", so Dutt.

Junuzovic freut sich auf die Partie. "Ich glaube, es gibt wenige Möglichkeiten, sich auf einer so großen Bühne präsentieren zu können, wie gegen die Bayern in deren Arena. Von daher sollten wir uns auf das Spiel freuen und keine Angst davor haben."

Bereits gestern kehrte Werder-Kapitän Clemens Fritz ins Mannschaftstraining zurück. Nachdem er beim Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim von Philipp Bargfrede abgeräumt worden war, ging das Trainerteam zunächst bei Fritz von einer ein- bis zweiwöchigen Zwangspause aus. Doch seine Bänderverletzung im linken Knie heilte schneller als erwartet. Somit könnte der Routinier bereits am Samstag gegen den FC Bayern wieder auflaufen. "Wenn er die beiden Abschlusseinheiten gut übersteht, ist er natürlich ein Thema", erklärte Dutt. Gleiches gilt auch für Felix Kroos. Für den defensiven Mittelfeldmann wäre es die erste Kadernominierung seit dem 27. Spieltag gegen Wolfsburg, als er eine Kapselverletzung im Knie erlitt. Und es stünde ein Wiedersehen mit seinem Bruder Toni an.

Fritz bleibt an Bord

Für Kapitän Fritz gibt es aber gleich doppelten Grund zur Freude: Der Vertrag des Ex-Nationalspielers hat sich automatisch um zwölf Monate verlängert. Der 33-jährige Abwehrspieler musste dafür eine vertraglich vereinbarte Zahl von Spielen in dieser Saison absolvieren.

Fritz wird nach der kommenden Spielzeit nach dann neun Jahren bei den Norddeutschen seine Profikarriere beenden. Bislang absolvierte der gebürtige Erfurter 254 Bundesligaspiele (sechs Tore), das Trikot der Nationalmannschaft trug er 22-mal (zwei Tore).