Bundesliga

Sammer über VfB: "Kein Realitätssinn"

Ehemaliger Stuttgarter Profi spricht vor der Relegation

Sammer über VfB: "Kein Realitätssinn"

Kritisiert den VfB Stuttgart: Matthias Sammer.

Kritisiert den VfB Stuttgart: Matthias Sammer. imago images

Laut Europameister Matthias Sammer hat die Misere bei seinem Ex-Klub VfB Stuttgart mehrere Ursachen. Vor dem Relegationsspiel der Schwaben am Donnerstag (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de und live im Eurosport Player) gegen den Zweitliga-Dritten Union führte der 51-Jährige die Probleme des Ex-Meisters in seinem "Eurosport Vodcast bwin Sammer Time" auf eine überzogene Erwartungshaltung vor Saisonbeginn und Mängel in den Vereinsstrukturen zurück.

"In der Vorsaison hauchdünn die internationalen Plätze verpasst zu haben, hat natürlich alles ausgelöst, aber keinen Realitätssinn. Und wenn in Stuttgart etwas passiert, das sich negativ auswirken könnte, gibt es keinen Stabilitätsfaktor, der intern sowie extern das ganze Umfeld stützt", so Sammer, der zwischen 1990 und 1992 neben der Meisterschaft mit den Schwaben in 63 Bundesliga-Spielen 20 Tore und zwölf Vorlagen erreichte. Darüber hinaus sagte er: "In Stuttgart hast du das Gefühl, dass sie es durch all die Zusammenhänge in einer wahnsinnigen Regelmäßigkeit schaffen, sich - fußballerisch - selbst zu zerstören."

"Einen Tick höher"

Der ehemalige Nationalspieler (51 Einsätze für Deutschland, 23 für die DDR-Auswahl), der den VfB zudem zwischen 2004 und 2005 selbst trainiert hat (Einzug in den Europapokal), sieht die Stuttgarter auch in der Relegation nur minimal im Vorteil: "Vom Leistungspotenzial würde ich den VfB einen Tick höher einschätzen. Aber wie es bei Relegationsspielen immer ist, sollte man die Tagesform nicht unterschätzen. Union Berlin hat genug Qualität, um dem VfB weh zu tun, wenn die Stuttgarter nicht ihre Leistung bringen."

mag/sid

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