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21.04.2019, 17:14

St. Pauli verabschiedet sich aus dem Aufstiegsrennen

Heidenheim furios - In Hamburg sagt man Tschüss

Drei Tore in zehn Minuten: Dank einer furiosen Vorstellung und einem 3:0 gegen den FC St. Pauli hat sich der 1. FC Heidenheim seine Chance auf den Relegationsplatz bewahrt. Dennoch trat Trainer Frank Schmidt nach der Partie auf die Bremse - während St. Paulis Torwart Robin Himmelmann deutliche Worte formulierte.

Freud und Leid: Heidenheim jubelt, St. Paulis Yi-Young Park (re.) ist bedient.
Freud und Leid: Heidenheim jubelt, St. Paulis Yi-Young Park (re.) ist bedient.
© imagoZoomansicht

Es war eine Momentaufnahme mit symbolischer Kraft. Die Mannschaft des 1. FC Heidenheim war längst aus der Kabine zurückgekommen, um auf den Wiederanpfiff von Schiedsrichter Benjamin Cortus zu warten, und auf der Gegenseite, in der Hälfte des FC St. Pauli, stand nur ein einziger Akteur: Finn Ole Becker, der zum zweiten Abschnitt eingewechselt werden sollte. Auf der einen Seite also ein Team voller Tatendurst, entschlossen, das Angefangene ins Ziel zu bringen, und auf der anderen Seite: kein Team.

Als Cortus 45 Minuten später zum letzten Mal an diesem Ostersonntag in seine Pfeife blies, gab es keine Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Heidenheimer Sieges. 20:5 Torschüsse, 62 Prozent Ballbesitz und 55 Prozent gewonnene Zweikämpfe: Der FCH hatte die Partie zu Recht für sich entschieden.

Nicht reden - machen.Heidenheims Coach Frank Schmidt

Und jetzt? Korrigiert der Klub von der Ostalb nun seine Ziele? Mitnichten. Nach der Partie erklärte Trainer Frank Schmidt am "Sky"-Mikrofon: "Ich sage seit Wochen: Wir haben unser Saisonziel früh erreicht, aber wir wollen weitermachen, wir wollen möglichst alle Punkte holen." Um am Ende dann auf dem Relegationsplatz zu stehen? "Wenn am Ende der Relegationsplatz rauskommt", entgegnete Schmidt, "dann akzeptieren wir das. Dann freuen wir uns auch. Deswegen: Nicht reden - machen. So wie heute."

Gerade im ersten Abschnitt hatte seine Mannschaft begeistert - mit schnörkellosem Offensivfußball und drei Toren in nur zehn Minuten. Marc Schnatterer hatte das 1:0 erzielt, Nikola Dovedan zwei weitere Treffer nachgelegt. St. Pauli war weder defensiv noch offensiv auf der Höhe und wurde phasenweise gar vorgeführt. Deshalb schlug Torwart Robin Himmelmann nach der Partie, der sechsten sieglosen in Serie, deutliche Töne an. "Wir geben seit Wochen ein desolates Bild ab", schimpfte er. Die Mannschaft habe "kaum Spiele" abgeliefert, in denen "wir unsere Leistung auch nur annähernd auf den Platz kriegen konnten. Wenn, dann immer nur phasenweise. Und das reicht dann einfach nicht, um in der Liga Spiele zu gewinnen."

Kiez-Kicker verabschieden sich vom Aufstiegsrennen

Und ebenso wenig, um im Aufstiegsrennen zu bleiben. Durch Paderborns Sieg am Samstag (2:1 in Kiel) war nämlich klar: Die Partie in der Heidenheimer Voith-Arena ist ein Do-or-Die-Spiel, nach dem sich nur der Sieger noch Hoffnungen machen darf, den Relegationsplatz zu erreichen. Nun steht der FCH zwei Punkte hinter Rang drei - St. Pauli als Tabellenachter deren sechs.

lei

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2. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
11. FC Köln75:3959
 
2Hamburger SV41:3353
 
3SC Paderborn 0768:4351
 
41. FC Union Berlin46:2950
 
51. FC Heidenheim44:3449
 
6Holstein Kiel55:4546
 
7Jahn Regensburg44:4245
 
8FC St. Pauli40:4645
 
9VfL Bochum41:4339
 
10Arminia Bielefeld44:4839
 
11SpVgg Greuther Fürth33:4838
 
12SV Darmstadt 9840:4837
 
13Dynamo Dresden36:4236
 
14Erzgebirge Aue36:4233
 
15SV Sandhausen37:4331
 
161. FC Magdeburg30:4427
 
17FC Ingolstadt 0434:5126
 
18MSV Duisburg32:5624

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