Bundesliga

Hoeneß: "Ancelotti hat fünf Spieler gegen sich aufgebracht"

München: Präsident sah Handlungsdruck

Hoeneß: "Ancelotti hat fünf Spieler gegen sich aufgebracht"

"Wir mussten handeln": Bayern-Präsident Uli Hoeneß.

"Wir mussten handeln": Bayern-Präsident Uli Hoeneß. imago

Hoeneß hat sich am Donnerstagabend bei einer Veranstaltung in Siegen am Mikrofon des Radiosenders FFH zur Entlassung von Carlo Ancelotti sehr deutlich zur vieldiskutierten Aufstellung im Match bei Paris St. Germain geäußert. "Die Tatsache, dass der Trainer aus meiner Sicht in den letzten Tagen fünf wichtige Spieler - der Coman ja auch, den hat er auch nicht spielen lassen - auf einen Schlag gegen sich aufgebracht hat, das hätte er niemals durchgehalten", ist Hoeneß überzeugt.

Neben Kingsley Coman, der einst für Paris St. Germain spielte, saßen im Champions-League-Spiel Mats Hummels, Arjen Robben und Franck Ribery nur auf der Bank. Weltmeister Jerome Boateng musste gar mit einem Platz auf der Tribüne Vorlieb nehmen. Und auch Thomas Müller, der zwar von Beginn an spielen durfte und die Kapitänsbinde trug, hatte sich schon beschwert, als er nicht berücksichtigt wurde. Er wisse auch nicht "welche Qualitäten der Trainer sehen will, aber meine sind scheinbar nicht hundertprozentig gefragt", sagte er vor einigen Wochen schon in Richtung Ancelotti.

Bayern München - Vereinsdaten
Bayern München

Gründungsdatum

27.02.1900

Vereinsfarben

Rot-Weiß

Der Feind in deinem Bett ist der gefährlichste - deshalb mussten wir handeln.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß

"Du darfst als Trainer nicht die prominentesten Spieler gegen dich haben", erklärte Hoeneß im Interview weiter. "Ich habe in meinem Leben einen Spruch gelernt: der Feind in deinem Bett ist der gefährlichste - deshalb mussten wir handeln."

Neuer Trainer nach der Länderspielpause

Einen neuen Trainer, zunächst wird das Team von Willy Sagnol betreut , möchte der deutsche Rekordmeister spätestens Mitte Oktober präsentieren. "Wir haben keinen Zeitdruck, aber nach der Pause von zwei Wochen wollen wir eine Lösung haben", sagte Hoeneß.

Allen voran die Namen von Thomas Tuchel, derzeit ohne Engagement, und Julian Nagelsmann (Vertrag in Hoffenheim bis 2021) bestimmen längst die Diskussionen. Vor allem in Hoffenheim reagieren die Verantwortlichen allerdings leicht genervt. "Ich befasse mich nicht mit Spekulationen", sagte Nagelsmann dem TV-Sender "Sport1". Auch TSG-Sportdirektor Alexander Rosen wollte nichts von den Wechselgerüchten um Nagelsmann wissen. "Es langweilt mich einfach nur", sagte Rosen.

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