Bundesliga

Gentner freut sich auf "ein bisschen Sportplatz-Atmosphäre" beim KSC

Pokalspiel in Karlsruhe vor 450 Zuschauer

Gentner freut sich auf "ein bisschen Sportplatz-Atmosphäre" beim KSC

Union Berlins Christian Gentner freut sich auf Spiele vor Zuschauer und sieht in den unterschiedlichen Zahlen "keine Wettbewerbsverzerrung".

Union Berlins Christian Gentner freut sich auf Spiele vor Zuschauer und sieht in den unterschiedlichen Zahlen "keine Wettbewerbsverzerrung". imago images

Bei der Generalprobe vor dem Pflichtspielstart war der 1. FC Union gegen den 1. FC Nürnberg erstmals seit einem halben Jahr wieder vor Zuschauern angetreten. Der Probelauf gegen den Club könnte nun in zweifacher Hinsicht ein Vorgeschmack sein auf das, was die Eisernen am Samstag in der ersten Pokalrunde beim Karlsruher SC erwartet.

Gentner: "Das Pokalspiel wird ein hartes Stück Arbeit"

Da ist zum einen der sportliche Aspekt. Wie beim 2:1 gegen Nürnberg bekommt es Union in Karlsruhe (Samstag, 18.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) mit einem Zweitligisten zu tun. "Das Pokalspiel", sagt deshalb Unions Torwart Andreas Luthe, "wird ein hartes Stück Arbeit. Auch gegen Nürnberg hat man gesehen, was ein Zweitligist imstande ist zu leisten. Sie haben uns alles abverlangt."

Zum anderen kann das Pokalduell mit dem KSC wie Unions Probelauf gegen Nürnberg, an dem im Stadion An der Alten Försterei 4500 Menschen teilnahmen, vor Zuschauern über die Bühne gehen - wenn auch nur vor 450 Fans. Obwohl das eine geringe Anzahl ist, sagt Christian Gentner: "Ich finde das toll. Ich freue mich, wenn zumindest ein paar Leute in Karlsruhe sind und ein bisschen Sportplatz-Atmosphäre veranstalten."

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Das war kein Scherz und auch keine Spitze des langjährigen VfB-Profis Gentner vor dem Gastspiel in Baden. Unions Routinier ist vielmehr froh, dass überhaupt wieder Zuschauer in (manche) Stadien kommen dürfen. Bereits die Erfahrung vor rund einem Monat beim Testspiel bei Regionalligist Energie Cottbus (3:1) hatte ihm gefallen. "Da bekommst du wieder eine Rückmeldung. Als Cottbus über die Mittellinie kam und Richtung Tor ging, da wurde es laut. Das war beeindruckend", sagt Gentner.

Ich spiele lieber in Dortmund vor 20.000 Dortmundern als vor niemandem.

Christian Gentner

In Cottbus kamen damals 523 Zuschauern ins Stadion der Freundschaft. Gegen Nürnberg waren es am vergangenen Samstag in Köpenick etwa 4000 Fans. In Karlsruhe werden es 450 sein. Die Zahlen variieren, so wird es auch am Pokalwochenende und wahrscheinlich auch eine Woche später beim Start in die Bundesliga sein. Je nach lokaler Regelung durch die jeweiligen Behörden. Gentner will darin aber "keinen Wettbewerbsnachteil" und auch "keine Wettbewerbsverzerrung" erkennen. "Ich spiele lieber in Dortmund vor 20.000 Dortmundern als vor niemandem. Das ist für mich kein Nachteil", sagt der 35-Jährige, der vor dem Start in die Pokalsaison noch die Losung ausgab: "Für Union muss es ein Riesenziel sein, im Olympiastadion zu spielen." Um es bis ins Finale nach Berlin zu schaffen, gelte es allerdings "erst, die kleinen Schritte zu machen".

Der erste Schritt führt Gentner und Union nach Karlsruhe. Vier weitere müssten folgen, um das Endspiel zu erreichen. Zweimal war Gentner schon im Olympiastadion dabei. 2007 verlor er mit dem VfB gegen Nürnberg, 2013 gegen den FC Bayern (jeweils 2:3). Der Pokaltriumph im dritten Anlauf wäre sicher der krönende Abschluss seiner möglicherweise letzten Saison als Profi.

Jan Reinold

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