2. Bundesliga

Darmstadts Marcel Schuhen: "Hätte unangenehm werden können"

Darmstadt erst wacklig, dann leidenschaftlich

Elfmeterkiller Schuhen: "...das hätte ganz unangenehm werden können"

Dank Marcel Schuhen durfte Darmstadt nach dem Spiel mit den mitgereisten Fans feiern.

Dank Marcel Schuhen durfte Darmstadt nach dem Spiel mit den mitgereisten Fans feiern. IMAGO/Ulrich Hufnagel

Dass Torsten Lieberknecht nach den 90 Minuten am Freitagabend in Paderborn von einem Arbeitssieg seiner Mannschaft sprechen durfte, hätten zu Beginn der Partie wohl nur wenige gedacht. Mit der ersten Chance des Spiels war der SCP durch Robert Leipertz in Führung gegangen, beim 0:1 war die sonst so sichere Lilien-Defensive unaufmerksam und schlecht gestaffelt.

Der Gegentreffer war noch gar nicht verdaut, da erwischte Patric Pfeiffer im Strafraum Denis Srbeny an der Ferse, was einen Strafstoß für Paderborn zur Folge hatte. Marvin Pieringer nahm sich diesem an, führte aber schwach aus, wodurch Marcel Schuhen parieren konnte - eine spielentscheidende Szene.

Zimmermanns Dank an "Schuh"

"Es war wichtig, dass wir nicht 0:2 in Rückstand geraten sind, weil Paderborn dann in einen Rausch hätte kommen können - das hätte dann ganz unangenehm werden können", wusste Schuhen, dass er seiner Mannschaft gegen den besten Sturm der Liga einen großen Gefallen getan hatte. "Wir wissen, dass wir uns in erster Linie bei Schuh bedanken müssen. Er hat uns nach sieben Minuten im Spiel gehalten, beim Elfmeter und dann auch beim Nachschuss", richtete Christoph Zimmermann dankende Worte an seinen Schlussmann.

Coach Lieberknecht sprach von "einem der wichtigsten Momente im Spiel", weil seine Mannschaft im Anschluss Zugriff auf die Partie fand und durch Braydon Manu zum schnellen Ausgleich kam. "Dann war es viel Arbeit mit verschiedenen Grundordnungen und Ideen auf beiden Seiten", so Lieberknecht weiter.

Lieberknecht pustet durch

Zusätzlich an Sicherheit gewann Darmstadt durch den Kopfballtreffer von Jannik Müller, der zum einen letztlich für den Endstand, zum anderen aber auch dafür sorgte, dass Darmstadt laut Schuhen "tiefer verteidigen und diesen vielen tiefen Paderborner Läufen besser begegnen" konnte.

Weil die Lilien dem Druck der Paderborner in Durchgang zwei standhalten konnten, war der zweite Sieg in Folge dank einer "Willensleistung" (Zimmermann) eingetütet. "Ich puste noch immer durch, weil das heute absolute Schwerstarbeit war“, so Lieberknecht über den Sieg über eine Paderborner Mannschaft, die zuvor alle Heimspiele gewonnen hatte.

tso

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