2. Bundesliga

Fortuna Düsseldorf - Der Fall Ayhan: Warum der Deal klemmt

Düsseldorf: Wechsel des Abwehrchefs nach Italien immer noch nicht perfekt

Der Fall Ayhan: Warum der Deal klemmt

Kaan Ayhan

Kein Tempo im Transfer derzeit: Kaan Ayhan. picture-alliance

Ende August 2019 hatte der Düsseldorfer Abwehrchef einen neuen Vertrag bis 2022 unterschrieben und darin zwei Ausstiegsszenarien verankert. Hätten die Fortunen die Klasse gehalten, dann wäre in diesem Sommer eine Ausstiegsklausel in Höhe von 6 Millionen wirksam. Durch den Abstieg aber muss ein Interessent nur 2 Millionen Euro überweisen.

Wichtig dabei: Die Klausel war bis zum 31. Juli gültig. Bis dahin musste der aufnehmende Verein entweder eine Bankbürgschaft hinterlegt haben, oder die Wertstellung über diesen Betrag musste auf dem Düsseldorfer Konto erfolgt sein.

Fürsorgepflicht gegenüber Klub und Mitgliedern

Der italienische Erstligist US Sassuolo will Ayhan verpflichten, der 2016 vom FC Schalke nach Düsseldorf wechselte. Doch Fortuna zweifelt an, dass die Hinterlegung des fälligen Betrages fristgerecht erfolgt ist. Die Düsseldorfer also blockieren den Transfer, mit einer aus ihrer Sicht nachvollziehbaren Begründung.

Vorstandschef Thomas Röttgermann hat stets betont, er sei gegenüber den Mitgliedern und auch dem Aufsichtsrat verpflichtet, den Klub auch in diesem Transfer bestmöglich zu vertreten und zu prüfen, ob alle Bedingungen für den Wechsel des türkischen Nationalspielers nach Italien erfüllt sind.

Das ist nach Ansicht der Fortuna-Bosse nicht der Fall, die Angelegenheit wurde nun den Rechtsanwälten übergeben. Daran, dass Ayhan jemals wieder für die Fortuna spielen wird, ist zwar nicht zu denken. Aber sollte sich Fortunas Standpunkt als richtig erweisen, dann ist die Ablösesumme frei verhandelbar. Der Bundesliga-Absteiger würde also deutlich mehr als die eigentlich vereinbarten zwei Millionen kassieren.

Oliver Bitter

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