Bundesliga

Darum ist Dahoud im Wartestand

Gladbacher Mittelfeld-Juwel derzeit auf der Bank

Darum ist Dahoud im Wartestand

Der letztjährige Gladbacher Senkrechtstarter Mahmoud Dahoud fand sich zuletzt häufiger auf der Bank wieder.

Der letztjährige Gladbacher Senkrechtstarter Mahmoud Dahoud fand sich zuletzt häufiger auf der Bank wieder. picture alliance

In der deutschen U-21-Nationalmannschaft durfte Mahmoud Dahoud das tun, was ihm zuletzt bei der Borussia nicht vergönnt war: Der Mittelfeldmann spielte in zwei Begegnungen hintereinander fast komplett durch, stand beim 3:0 gegen die Slowakei 90 Minuten auf dem Platz und beim 1:0 in Finnland 84 Minuten.

Bei der Borussia waren es in der Summe 95 Minuten in den ersten vier Pflichtspielen, überraschend wenig für einen der Senkrechtstarter der vergangenen Saison. Weil mit Tobias Strobl aus Hoffenheim ein Konkurrent für das zentrale Mittelfeld hinzugekommen ist, dessen Stärken in der Defensive bislang eher gefragt waren. Aber nicht nur, wie Trainer Andre Schubert im Rahmen der Pressekonferenz am Donnerstag erklärte. "Mo muss schauen, dass er wieder an die sehr, sehr starken Leistungen der Hinrunde der vergangenen Saison anknüpft. Dass er zum anderen daran arbeitet, dass er ein noch besseres Gefühl für Gefahren in seinem Rücken bekommt."

Speziell der zweite Punkt sei für das Gladbacher System von großer Bedeutung, erläuterte der Coach. "Gerade bei einer Dreierkette ist es wichtig, dass man als zentraler Mittelfeldspieler ein Gefühl dafür hat, was hinter dir passiert, dass du Gefahren erkennst. Das Verteidigen in der eigenen Hälfte ist sicherlich etwas, an dem man noch arbeiten kann."

Schubert lobt und mahnt: Mo ist ein Top-Spieler, muss aber an sich arbeiten

Obwohl das Juwel momentan geduldig sein muss - Schubert hält große Stücke auf Dahoud, das steht außer Frage. "Er hat herausragende Qualitäten im Spielaufbau, kann sehr gut andribbeln und hat ein sehr gutes Defensivverhalten in der gegnerischen Hälfte, heißt: er hat ein gutes Gefühl dafür, wo sich Chancen für einen Ballgewinn auftun. Er hat eine gute Antizipation, was die Pässe des Gegners betrifft, und: er ist torgefährlich", lobte der Trainer. Das alles müsse "im Gesamtpaket passen", so Schubert weiter, "und dann wiederum auch auf den Gegner. Damit hängt es dann zusammen, ob Mo spielt oder nicht." Sein Fazit: "Mo ist mit Sicherheit ein absoluter Top-Spieler. Aber er ist noch jung, und da gibt es eben Dinge, an denen er noch arbeiten muss."

Ob Dahoud in Freiburg von Beginn an ran darf? Die Antwort liefert Schubert erst am Samstag.

Jan Lustig

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