Bundesliga

Cordoba zurück: Kann er Herthas Tor-Flaute beenden?

Der Kolumbianer soll in Wolfsburg im Kader stehen

Cordoba zurück: Kann er Herthas Tor-Flaute beenden?

Herthas Sturmhoffnung Jhon Cordoba soll bereits im Gastspiel in Mainz wieder eingreifen.

Herthas Sturmhoffnung Jhon Cordoba soll bereits im Gastspiel in Mainz wieder eingreifen. picture alliance

Der Kolumbianer hatte sein bislang letztes Spiel für Hertha am 23. Januar gegen Werder Bremen (1:4) bestritten, seitdem war er wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel ausgefallen. Jetzt steht er vor der Rückkehr in den Kader. "Jhon wird voll mittrainieren. Wenn er diese Woche gesund bleibt, nehmen wir ihn am Wochenende mit nach Wolfsburg", sagte Hertha-Trainer Pal Dardai am Montag in einer digitalen Medienrunde. "Das ist schon sicher, das habe ich mit ihm besprochen."

Im Heimspiel gegen Augsburg wieder Startelf-Kandidat

Für den robusten Stürmer hat Dardai am Samstag im Spiel beim VfL Wolfsburg zunächst einen Platz auf der Bank vorgesehen. Eine Woche später gegen den FC Augsburg (6. März) ist Cordoba nach Dardais Hochrechnung dann wieder ein Startelf-Kandidat.

Spielersteckbrief Cordoba
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"Wir dürfen ihn nicht gleich kaputtmachen und nach einem Muskelfaserriss gleich den nächsten Muskelfaserriss riskieren", sagte Dardai. Die Rückkehr des vormaligen Kölners kommt zur rechten Zeit. Seit dem gelungenen Jahresauftakt gegen Schalke (3:0) folgten acht Spiele mit der kümmerlichen Ausbeute von insgesamt nur drei Toren.

Matheus Cunha und Dodi Lukebakio ließen auch am Sonntag gegen RB Leipzig (0:3) sehr gute Chancen aus, Top-Scorer Matheus Cunha ist mittlerweile seit 978 Bundesliga-Minuten ohne Tor. "Wenn wir weiter keine Tore machen, muss man am Schluss sagen, es fehlt die Qualität", so Dardai. "Aber das glaube ich nicht."

Dardai über Cordoba: "Er kann Tore machen, ist kopfballstark und robust"

Cordoba dürfte nicht nur wegen seiner Torgefährlichkeit (fünf Treffer in zwölf Spielen für Hertha), sondern auch wegen seiner physischen Präsenz Herthas Offensivspiel bereichern. "Jhon ist ein anderer Stürmertyp als Krzysztof Piatek", erklärte der Coach. "Er ist ein Stürmer, der den Ball halten kann. Mit ihm haben wir einen anderen Prototypen. Er kann Tore machen, ist kopfballstark und robust."

Dardai: "Das 0:3 spiegelt nicht die Realität"

Dardais Aufarbeitung des schmerzhaften 0:3 gegen RB fiel am Montag nicht wesentlich anders aus als direkt nach dem Spiel. "Das 0:3 spiegelt nicht die Realität, das hat auch Julian Nagelsmann gesagt", unterstrich der Ungar. "Leipzig war effektiver. Wir hatten einen sehr vernünftigen Ballbesitz, haben uns nicht pressen lassen, sind in vielen Situationen gut rausgekommen und hatten mehrere herausgespielte, hundertprozentige Torchancen." Keine davon konnte Hertha nutzen, und nach Marcel Sabitzers Traumtor zum 0:1 (Dardai: "Wir haben keinen Sabitzer.") war Matteo Guendouzis gegen Tyler Adams vertändelter Ball vorm 0:2 der Knackpunkt. "Danach haben wir uns geöffnet, das 0:3 zählt für mich nicht", sagte Dardai, der der Fünferkette, in der erstmals unter ihm auch sein Sohn Marton Dardai (19) stand, ein Lob aussprach: "Sie hat funktioniert."

Vier Spiele unter Dardai, ein Punkt, Platz 15, notorisch abschlussschwach - und trotzdem verbreitet der Trainer Ruhe: "Es gibt keine Panik. Dieses Jahr ist eine große Prüfung für alle. Die Mannschaft war gegen Leipzig diszipliniert und taktisch gut. Das Quäntchen Glück hat gefehlt, das muss sich irgendwann drehen." Die nächste Gelegenheit bietet sich in Wolfsburg, wo erneut eine hohe Hürde wartet. "Wir bleiben dran", versprach Dardai. "Wir müssen weiterarbeiten. Der Spielplan war nicht schwerer als vorgestellt, der Platz war gut - es gibt kein Alibi. Irgendwann kommen die Punkte." Nur: Wann?

Steffen Rohr

kicker.tv Trainerstimme

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