2. Bundesliga

Markus Anfang blickt auf Werder Bremens Derby gegen den HSV

Werder-Coach weiß um Stellenwert

Anfangs Nordderby-Premiere: "Ganz Fußball-Deutschland freut sich darauf"

Werder-Coach Markus Anfang steht vor seinem ersten Nordderby gegen den HSV.

Werder-Coach Markus Anfang steht vor seinem ersten Nordderby gegen den HSV. imago images/Jan Huebner

Es kommt sonst eigentlich eher selten vor, dass die Protagonisten beim SV Werder Bremen unmittelbar im Anschluss an ein zu Ende gegangenes Fußball-Spiel bereits Fragen zur darauffolgenden Partie beantworten sollen. Wenn der Anlass jedoch ein bevorstehendes Nordderby ist, können die zurückliegenden Ereignisse relativ schnell in den Hintergrund rücken.

Erstes Nordderby seit Februar 2018

In jenem konkreten Fall war der 3:0-Sieg gegen den FC Ingolstadt vom Samstagnachmittag gerade erst einigermaßen abgehandelt, als der Blick schon auf das eine Woche später stattfindende Duell mit dem Hamburger SV (20.30 Uhr) gerichtet wurde. Mehr als dreieinhalb Jahre hatte es diese traditions- und entsprechend emotionsgeladene Paarung nicht mehr gegeben, zuletzt am 24. Februar 2018, noch in der Bundesliga.

Anfang: "Der Fußball lebt von solchen Spielen"

Markus Anfang war in seiner Karriere bislang noch kein Teil dieser besonderen Rivalität, weiß aus vergleichbaren Partien während seiner aktiven Zeit - etwa mit Schalke gegen Dortmund oder Düsseldorf gegen Köln - jedoch um ihren Stellenwert. "Dass das etwas Besonderes ist, brauche ich gar keinem zu sagen", sagt der Werder-Coach: "Der Fußball lebt von solchen Spielen."

Obwohl sich beide Vereine laut Anfang sicher "gewünscht hätten, das Derby in der Bundesliga auszutragen", ist der 47-Jährige überzeugt, "dass sich auch in der 2. Liga ganz Fußball-Deutschland darauf freut, dieses Derby zu sehen". Zumal nach jener Partie am 7. Spieltag dann auch erste valide Rückschlüsse eines sportlichen Trends zulässig sein dürften. Mit elf Punkten (Werder) und neun Punkten (HSV) befinden sich beide Teams in der Tabelle noch in gegenseitiger Reichweite.

Ducksch: "Wir dürfen uns nicht verrückt machen lassen"

Bei aller Derby-Aufregung verweist Anfang jedoch darauf, dass "du bei einem Sieg am Ende auch nur drei Punkte dafür kriegst". Werder-Angreifer Marvin Ducksch rät ebenso: "Wir dürfen uns nicht verrückt machen lassen." Und dann hofft Bremens Coach noch auf einen in jeder Hinsicht geregelten Ablauf am Samstagabend: "Wenn es ein gutes, intensives Fußballspiel wird, in dem am Ende der Bessere gewinnt, ist es in Ordnung", so Anfang: "Das Drum und Dran sollte sich dementsprechend anpassen."

Tim Lüddecke

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