2. Bundesliga

Allofs' Ambitionen bei Fortuna Düsseldorf: Blickrichtung Bundesliga

Europameister von 1980 als Fortunas neuer Vorstand vorgestellt

Allofs' Ambitionen: Blickrichtung Bundesliga

Er wird zweifellos das neue Gesicht der Fortuna: Klaus Allofs.

Er wird zweifellos das neue Gesicht der Fortuna: Klaus Allofs. imago images

Als "riesige Bereicherung für unser Team" schätzt Fortunas Vorstandsvorsitzender Thomas Röttgermann den langjährigen Weggefährten und Freund. "Klaus Allofs ist eine Düsseldorfer Legende, niemand steht mehr für Fortuna und für die Stadt Düsseldorf als er."

Bereits beim VfL Wolfsburg arbeiteten die beiden zusammen, seitdem, so Röttgermann, "gab es immer Kontakt. Klaus Allofs ist ein Mann mit Visionen und international vernetzt. Ich bin total happy, dass er hier ist."

Beim Bundesliga-Absteiger übernimmt Allofs, mit dessen Namen die Düsseldorfer Fans die großen Erfolge des Klubs in den 70er und 80er Jahren verbinden, ab sofort und zunächst auf drei Jahre befristet als Vorstand Fußball & Entwicklung, Kommunikation und CSR (etwa: Nachhaltigkeit). "Mit Klaus Allofs haben wir wieder ein Gesicht, eine Identifikationsfigur", urteilt Björn Borgerding, Aufsichtsratsvorsitzender der Fortuna.

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Er wolle sich erst ein genaues Bild über den sportlichen Zustand der Mannschaft und des Kaders verschaffen, betonte Allofs. Sagt aber auch: "Ein Verein wie Fortuna Düsseldorf, mit dieser Vergangenheit und diesem Standort, muss in der Bundesliga spielen." Konkreter in seiner Beurteilung wollte er erst werden, wenn die endgültige Zusammenstellung des Kaders klar ist.

Allofs, kein Zweifel, wird das neue Gesicht der Fortuna, steht aber nicht für Alleingänge, sondern für fruchtbare Zusammenarbeit. "Ich sehe mich als Team-Player und dränge nicht in den Vordergrund, aber das wird sich sicher nicht verhindern lassen", meinte Allofs lächelnd. Nach langen Gesprächen mit dem Aufsichtsrat und dem alten Weggefährten Röttgermann sah Allofs nun, im Herbst 2020, den richtigen Zeitpunkt gekommen, um wieder bei seinem Heimatklub einzusteigen. Da, wo er Profi und später Nationalspieler wurde.

Sportvorstand Klein? "Gibt keine Sieger und Verlierer"

Fortuna biete eine Menge Potenzial, jetzt gelte es, Ideen zu sammeln und Strategien zu entwickeln, um dieses Potenzial zu wecken. Dass nun Sportvorstand Uwe Klein befürchten muss, in seinen Kompetenzen beschnitten zu werden, schließt Allofs aus und spricht lieber von der erwarteten gedeihlichen Zusammenarbeit. "Uwe Klein hat sehr gute Arbeit geleistet, darauf kann man aufbauen. Der gesamte Bereich wird nun von uns beiden beackert, da gibt es keine Sieger und Verlierer." Und weiter: "Uwe Klein wird weiterhin ganz eng an der Mannschaft dran sein, ich sehe mich für den gesamten Bereich Fußball zuständig, also vom Lizenzspielerbereich bis zum Nachwuchs."

Und das mit klarer Ausrichtung. Allofs ist Europameister 1980, Bundesliga-Torschützenkönig 1979 und 1985, deutscher und französischer Meister, Pokalsieger mit Düsseldorf (zwei Mal), Köln und Bremen, und er gewann 1992 mit Werder Bremen den Europapokal der Pokalsieger. Zudem erlebte er als Funktionär sehr erfolgreiche Jahre mit Bremen und dem VfL Wolfsburg. Seine Ambitionen in Düsseldorf sind klar. Mit der zweiten Reihe will er sich nicht zufrieden geben. Da gilt: Alle Kraft für die Rückkehr in die Bundesliga.

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Oliver Bitter

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