2. Bundesliga

Gjasula erhält Vertrag bis 2022: Neue Herausforderung beim HSV

30-jähriger Mittelfeldspieler wollte in Paderborn nicht verlängern

Gjasula erhält Vertrag bis 2022: Neue Herausforderung beim HSV

Klaus Gjasula.

Legt das Paderborner Trikot ab und zieht das HSV-Dress über: Klaus Gjasula. imago images

Sein bisheriger Trainer Steffen Baumgart hatte schon zum bevorstehenden Wechsel gratuliert, ohne den neuen Verein zu nennen. Ein Vertragsangebot seitens der Paderborner schlug Gjasula aus, folglich geht er jetzt ablösefrei. Und das zum Liga-Rivalen von der Elbe. Am Mittwochvormittag absolvierte er den üblichen Medizincheck, die offizielle Bestätigung erfolgte um kurz vor 18 Uhr. Gjasula unterschreibt bis zum 30. Juni 2022 und hat laut HSV-Mitteilung "große Lust auf diesen Klub. Als der Anruf aus Hamburg kam, musste ich nicht lange überlegen."

Paderborn bessert nach - vergeblich

Paderborn hatte nach kicker-Informationen sein Angebot für Gjasula, einem Lieblingsschüler Baumgarts, zuletzt noch einmal nachgebessert - ohne Erfolg. "Klaus hat sich für einen Wechsel entschieden, was wir bedauern. Er ist ein sehr willensstarker Spieler und hat einen unbestrittenen Anteil an der sportlichen Entwicklung des Klubs in den letzten zwei Jahren. Wir wünschen ihm, dass seine Pläne in Hamburg aufgehen", so Paderborns Sport-Geschäftsführer Fabian Wohlgemuth gegenüber dem kicker.

Bei den Hamburgern ist seit Anfang Juli mit Daniel Thioune der Nachfolger von Dieter Hecking auf der Trainerbank gefunden. Der bisherige Trainer des VfL Osnabrück soll bei den Hanseaten unter neuen Rahmenbedingungen für frischen Wind sorgen - und dazu gehört auch, Stabilisatoren auf dem Platz wie Gjasula zu integrieren. "Er soll unsere Defensive als wichtiger Stabilisator verstärken, verfügt neben seinen Defensivqualitäten als beidfüßiger Spieler aber ebenfalls über einen flexiblen Spielaufbau", erklärt hsv-Sportdirektor Michael Mutzel die Rolle des neuen Abräumers. "Wir sind überzeugt, dass seine Mentalität und auch seine Persönlichkeit der Mannschaft guttun werden."

Gjasula sorgte in der abgelaufenen Bundesliga-Saison für einen wenig ruhmreichen Rekord, denn er sammelt 17 Gelbe Karten. Für Paderborn bestritt er insgesamt 58 Pflichtspiele, in denen er drei Tore erzielte - und insgesamt 31-mal mit dem Gelben Karton verwarnt wurde.

SW/mri/bst

Gelbe Karten: Gjasula alleiniger Rekordsünder