Bundesliga

SC Freiburg - Christian Streich: "Wir hätten gerne klare Verhältnisse"

Freiburgs Coach blickt drohenden Abgängen entspannt entgegen

Streich: "Wir hätten gerne klare Verhältnisse"

Freiburgs Christian Streich

Nicht glücklich über die lange Transferperiode": Freiburgs Christian Streich. imago images

Robin Koch, Luca Waldschmidt oder Alexander Schwolow: Insbesondere dieses Freiburger Trio dürfte in diesem Sommer vermehrt auf den Wunschzetteln diverser Konkurrenten auftauchen. Kann der Sportclub seine vermeintlich besten Spieler dennoch halten, sollte es sie wegziehen? "Da bin ich nicht besonders zuversichtlich", erklärte Streich und ergänzte zugleich: "Ich habe aber auch keine Angst davor. Wir sind eben ein Verein, der wie viele andere auf Transfererlöse angewiesen ist. Wir bilden Spieler aus, dann werden sie besser, dann gehen sie. Das ist Teil unserer Aufgabe. Aber jetzt gehen wir erstmal in den Urlaub und schauen was passiert."

Die entspannte Haltung ob des drohenden Qualitätsverlusts begründete der Trainer sogleich mit einem Loblied auf seine Kollegen im Klub. "Es wird in diesem Verein so unglaublich gut und pflichtbewusst gearbeitet. Was Klemens Hartenbach (SC-Sportdirektor, Anm.d.Red.) und seine Jungs im Scouting in der Pandemiezeit abgerissen haben, ist unglaublich. Wenn ich ihnen sagen würde, wie viele Spieler die beobachtet haben, würden sie sagen, es ist eine Lüge, deswegen nenne ich keine Zahl. Der Jochen Saier (Sportvorstand), der Oliver Leki (Finanzvorstand), wir sind alle ein Team. Bei uns kracht es auch mal, es gibt Konflikte, aber wir stehen auf und stehen da für den Verein, weil wir den Leuten unsere bestmögliche Arbeit bieten wollen und sinnbildlich dafür steht die Mannschaft, wie sie diesem Jahr aufgetreten ist."

Die Art und Weise wann und in welcher Form mögliche Transfers in diesem Sommer über die Bühne gehen, treibt dem 55-Jährigen hingegen die ein oder andere Sorgenfalte auf die Stirn. "Ich bin nicht glücklich darüber, dass das Transferfenster so lange geöffnet ist. Ich weiß, dass es wegen der Pandemie schwierig ist, aber da wird zu lange geschachert und gemacht werden", fürchtet Streich. "Wir hätten gerne klare Verhältnisse, du brauchst Klarheit, wenn es losgeht. Die wird es aber wahrscheinlich nicht geben."

Aufgrund der Corona-Pandemie endet das Transferfenster nicht wie üblich am 31. August, sondern erst fünf Wochen später.

bst