2. Bundesliga

Schmidt: Keine Anspannung, sondern Vorfreude

Erlebt der Coach mit Heidenheim den nächsten Aufstieg?

Schmidt: Keine Anspannung, sondern Vorfreude

Heidenheims Frank Schmidt ist seit bald 13 Jahren im Amt.

Frank Schmidt sieht die Tätigkeit bei seinem Verein als echte Berufung. Mit einem Aufstieg würde sich der Kreis schließen, sagt er. imago images

In einem Interview mit dpa sagte Schmidt angesprochen auf VfB-Sportdirektor Sven Mislintat, der ihm zum Dank ein paar Flaschen Whiskey schicken will, ablehnend: "Ich trinke gar keinen Whiskey, von daher wird's problematisch." Stattdessen will Schmidt sich mit Mislintat lieber nach der Saison auf halbem Weg ("in Göppingen vielleicht") treffen: "Da könnten wir dann gemeinsam anstoßen, wenn es perfekt läuft für uns."

Damit es perfekt läuft, muss Heidenheim allerdings am Sonntag bei der schon als Zweitligameister feststehenden Arminia aus Bielefeld gewinnen. Nur so ist sichergestellt, dass der dritte Tabellenplatz gehalten werden kann und ein möglicher Sieg des HSV gegen Sandhausen bedeutungslos bleibt. Zumindest in der ersten Halbzeit der Bielefelder beim KSC wurde klar, dass der Aufsteiger den Rest der Saison nicht nur als Pflichtprogramm sieht. Die Hürde ist also sehr hoch.

Schmidt sieht dennoch die Chance seines Teams auf den nächsten großen Schritt: "Ich freue mich, dass wir jetzt in Bielefeld die Chance haben, aus eigener Kraft die Relegation zu erreichen." Seit bald 13 Jahren arbeitet Schmidt als Trainer beim FCH, hat ihn in dieser Zeit von der Oberliga in die 2. Liga gebracht. "Jeder weiß, dass ich von hier komme und es als meine Berufung ansehe, dass dieser Verein seine Ziele erreicht. Wenn man jetzt die Entwicklung sieht, schließt sich der Kreis."

Als Grund für den erfolgreichen Saisonverlauf sieht er die gute Defensivleistung seines Teams ("fast jedes zweite Spiel zu Null gespielt") und dass die Mannschaft die Abgänge gut kompensiert habe. Und ganz besonders den guten Teamgeist: "Diese Mannschaft hält extrem zusammen, jeder kennt seine Aufgabe. Das war zwar immer so, aber dieses Jahr ist es nochmal ausgeprägter. Die Spieler haben einen großen Hunger auf Erfolg."

Besonders aufgeregt ist Schmidt vor dem Saisonfinale nicht. Schließlich habe er schon mehrere Aufstiege erlebt, es geht diesmal nur "um eine andere Dimension". Sein Gefühl nennt er nicht Anspannung, sondern eher: "Vorfreude".

sam/dpa

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