Bundesliga

Der "Magath-Hügel" steht auf der Kippe

Zwei Bau-Projekte des VfL Wolfsburg, die erst einmal warten müssen

Der "Magath-Hügel" steht auf der Kippe

Magath-Hügel in Wolfsburg

Der "Magath-Hügel" auf dem Trainingsgelände des VfL Wolfsburg - hier im Jahr 2010. imago images

Das NLZ musste bereits 2015 infolge des Diesel-Skandals bei Volkswagen dran glauben. Die damaligen Neubau-Pläne an der Wolfsburger Dieselstraße wurden seinerzeit als VfL-Anteil an den notwendigen Einsparungen bei dem Autobauer auf Eis gelegt, mittlerweile haben sie sich gänzlich zerschlagen. Aus gutem Grund: Am Berliner Ring, dort, wo sich aktuell und auch in Zukunft die Nachwuchsakademie des Bundesligisten befindet, sollen sich entscheidende Dinge verändern.

Das Problem war bislang, das zwischen den beiden VfL-Gebäudekomplexen der 1. FC Wolfsburg mit seinem Vereinsheim am Porschestadion beheimatet war. Mit dem Klub und der Stadt wurde jedoch eine Einigung erzielt, der FC macht den Weg frei für den VfL, der den Bereich nun zum Um- und Neubau für sich hat und auch die Trainingsplätze auf der weiträumigen Anlage neugestalten will. Jedoch: Durch die Corona-Pandemie und den erheblichen finanziellen VW-Verlusten sind die Baumaßnahmen erst einmal zurückgestellt.

Der "Magath-Hügel" wird nicht mehr genutzt

Das gilt auch für die Pläne am VfL-Center, den Trainingsplätzen an der Geschäftsstelle. Doch auch hier werden in absehbarer Zeit - wenngleich kaum noch in diesem Jahr - die Bagger anrollen. Die beiden dort befindlichen Rasenplätze sollen witterungsunabhängig werden, also eine Rasenheizung bekommen. Zudem dürfte ein VfL-"Denkmal" verschwinden: Der "Magath-Hügel", den Ex-Coach Felix Magath im Frühjahr 2009 in Betrieb nahm, steht auf der Kippe, wird längst nicht mehr genutzt. Der 3,50 Meter hohe "Hügel der Leiden" im Schatten des Centers, ausgestattet mit zwei Sprintbahnen und Kletterstufen, ist aktuell nur noch die Heimat der dann umziehenden Wolfsburger Greenkeeper und soll neuen Trainingsmöglichkeiten weichen. So ist unter anderem ein Speedcourt für die Wolfsburger Profis geplant, ein vollumrandetes Kleinspielfeld.

Thomas Hiete