3. Liga

Wollitz: "Sag' mal ganz ehrlich: Was ist denn das?"

Magdeburgs Trainer holt zum Rundumschlag aus

Wollitz: "Sag' mal ganz ehrlich: Was ist denn das?"

FCM-Coach Claus-Dieter Wollitz

Ohne großes Verständnis: FCM-Coach Claus-Dieter Wollitz im intensiven Diskurs mit den Unparteiischen. imago images

Der Unparteiische Christof Günsch ließ den Schlusspfiff durch die mit 16.578 Zuschauern besetzte MDCC-Arena in Magdeburg schrillen. Die Anzeigetafel gab Aufschluss darüber, dass es für den FCM erneut nicht für die maximale Punkteausbeute gereicht hat - zum siebten Mal in Serie. Die Mannschaft von Cheftrainer Wollitz musste sich letztlich sogar noch glücklich schätzen, dass es ein Punkt war.

Chemnitz hatte nämlich bis zur 78. Minute geführt und dann den Ausgleich durch Jurgen Gjasula kassiert, der einen von Schoppenhauer verursachten Strafstoß eiskalt verwandelte und dadurch seine makellose Elfmeter-Bilanz ausbaute (24 aus 24). Aus dem Spiel heraus fehlte Magdeburg die gewisse Kaltschnäuzigkeit und ein wirkliches Konzept.

"Das Fußballerische war zu wenig"

Auch Wollitz kritisierte die fehlende klare Linie im Spiel seiner Mannschaft. "Die Einstellung war da, aber das Fußballerische war zu wenig", monierte der 54-Jährige. Kurz darauf nahm er das Schiedsrichtergespann ins Visier. "Das ist schon mehr als minimales Abseits", kommentierte Wollitz, der sich offensichtlich benachteiligt fühlte, den Chemnitzer Führungstreffer und verwies auch auf die Partien gegen Meppen und Zwickau, in denen nach seiner Aussage jeweils ein irregulärer Treffer gefallen sein soll.

"Die Schiedsrichter beschäftigen sich ja nur mit dem, was da draußen (an der Seitenlinie, Anm. d. Red.) passiert und auf das Spiel wird gar nicht mehr geachtet." Der 54-Jährige führte anschließend auch ein plakatives Beispiel auf: "Ich spreche mit einem Spieler von mir und sage ihm, was er verändern soll. Dann kommt er (der Unparteiische, Anm. d. Red.) zu mir und ermahnt mich. Sag' mal ganz ehrlich: Was ist denn das? Die können sich alles erlauben und wenn wir einmal eine menschliche Reaktion zeigen, kriegen wir Gelb oder werden verwarnt."

Abschließend fügte Wollitz aber an, dass man aber nicht über die Leistung der Referees diskutieren brauche: "Wir haben 1:1 gespielt, weil wir nicht gut Fußball spielen."

phb